Bereits nach zehn Minuten liegt die Fortuna gegen Dresden 0:3 zurück. Danach wacht sie zwar auf, kann die erste Heimniederlage der Saison aber nicht mehr verhindern.

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Da war es schon wieder passiert. Keine fünf Minuten waren gespielt, da stand es bereits 0:2 aus Sicht der Fortuna. Torhüter Raphael Wolf streckte sich vergebens nach dem platzierten Schuss von Dresdens Lukas Röser. Weitere fünf Minuten später hieß es bereits 0:3.

Da war es schon wieder passiert. Keine fünf Minuten waren gespielt, da stand es bereits 0:2 aus Sicht der Fortuna. Torhüter Raphael Wolf streckte sich vergebens nach dem platzierten Schuss von Dresdens Lukas Röser. Weitere fünf Minuten später hieß es bereits 0:3.

Christof Wolff

Da war es schon wieder passiert. Keine fünf Minuten waren gespielt, da stand es bereits 0:2 aus Sicht der Fortuna. Torhüter Raphael Wolf streckte sich vergebens nach dem platzierten Schuss von Dresdens Lukas Röser. Weitere fünf Minuten später hieß es bereits 0:3.

Bittere Enttäuschung statt Tabellenführung. Nach der schlechtesten Saisonleistung hat Fortuna Düsseldorf beim 1:3 (1:3) gegen Dynamo Dresden gestern Abend die völlig verdiente erste Heimniederlage der Saison in der 2. Fußball-Bundesliga kassiert. Das Kuriose: Das Spiel war nach zehn Minuten und dem frühen 0:3 bereits entschieden.

An der Taktik lag das allerdings nicht. Auch dass Friedhelm Funkel personell eher eine defensive Aufstellung bevorzugte, konnte ihm mit einem Blick auf die Startaufstellung seiner Mannschaft nicht vorgeworfen werden. Fortunas Cheftrainer setzte nicht nur auf eine Raute im Mittelfeld, sondern beorderte seinen von ihm ausdrücklich als Innenverteidiger bezeichneten Schlüsselspieler Kaan Ayhan auf die „Sechs“.

Das als Begründung anzuführen, warum seine Mannschaft das Spiel bereits nach zehn Minuten verloren hatte, wäre allerdings viel zu einfach. Die Fortuna ging mit einer so laschen Einstellung ins Spiel, dass die Gäste es sehr einfach hatten, ihren Gegner zu düpieren. Diese Anfangsphase, sie war ein kollektiver Systemausfall. Schon nach drei Minuten trug Torhüter Raphael Wolf mit einem vertändelten Ball zum Chaos-Start seiner Mannschaft bei. Den daraus resultierenden Eckstoß verwandelte Marco Hartmann nach nicht einmal drei Minuten per Kopf zur Führung. Der Schock saß so tief, dass gleich das 2:0 folgte (Lucas Röser), nachdem Oliver Fink einen Ball im Mittelfeld verloren hatte. Dann funktionierte bei den Dresdenern alles. Das unterstrich Haris Duljevic mit seinem Treffer zum 3:0 aus 25 Metern, der im rechten Torwinkel der Fortuna einschlug. Was für ein Start in ein so wichtiges Spiel.

Dresden tritt nicht auf wie ein Tabellen-16.

Während die Fans hinter dem eigenen Tor ihre Mannschaft tapfer weiter anfeuerten, rieben sich die meisten anderen Zuschauer die Augen. Nicht der eindeutige Favorit, sondern der Gegner, von dem man eigentlich als Tabellen-16. eine gewisse Unsicherheit erwartet hatte, trat mit breiter Brust, viel Mut und schönen Spielzügen in der Arena auf. Das Fehlen der Mittelfeld-Abräumer Marcel Sobottka Adam Bodzek und auch das von Florian Neuhaus machte sich schon sehr deutlich im Spiel des Tabellenzweiten bemerkbar. Der Gastgeber brauchte wohl auch deshalb eine halbe Stunde, um sich von dem Schock zu befreien und ins Spiel zu finden.

Das Tor, das Benito Raman dann clever erzielte, half dabei natürlich. Es gelang den Fortunen aber auch nach dem Wechsel trotz vieler offensiver Kräfte nicht, so viel Druck auszuüben, dass Dynamo tatsächlich mal in Verlegenheit geriet. Irgendwie blieb der Eindruck von einer verunsicherten und wenig inspirierten Mannschaft, die mehr mit sich selber als mit dem Gegner zu tun hatte.

Zudem ließen bei den Gästen die Kräfte nicht so nach, so dass es aus diesem Grund für sie hätte gefährlicher werden können. Denn der Fortuna fiel nicht viel ein, das Tempo war nicht hoch genug, und dem Spiel fehlte ohnehin die Präzision – und letztlich auch der Glaube.

© WhatsBroadcast

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