Trainer des DHC sah im Test gegen niederländisches Damen-Nationalteam alle Schwächen.

Trainer Nico Sussenburger geht optimistisch in ein vielleicht schon vorentscheidendes Hockey-Wochenende.
Trainer Nico Sussenburger geht optimistisch in ein vielleicht schon vorentscheidendes Hockey-Wochenende.

Trainer Nico Sussenburger geht optimistisch in ein vielleicht schon vorentscheidendes Hockey-Wochenende.

Horstmüller

Trainer Nico Sussenburger geht optimistisch in ein vielleicht schon vorentscheidendes Hockey-Wochenende.

Düsseldorf. So viele Zuschauer haben die Hockeyspielerinnen des DHC zuletzt vor vier Jahren. Damals standen die Oberkasselerinnen im Halbfinale um die Deutsche Hallenmeisterschaft und verloren in Duisburg vor rund 1000 Hockeyfans. Am Donnerstag spielten die DHC-Damen vor 700 Zuschauern auf: Diesmal bei einem Testspiel wohlgemerkt. „So etwas habe ich selten erlebt“, sagte Trainer Nico Sussenburger, der spürbar beeindruckt war.

Der DHC war in die Niederlande gereist und testete dort gegen die holländische Nationalmannschaft. Die Stimmung in der Hockeyhalle war bestens. Hallenhockey hat in den Niederlanden erst in den vergangenen Jahren nach und nach an Bedeutung gewonnen. Wie gut die Olympiasieger vom Feld auch unter dem Hallendach sind, bekam der DHC am eigenen Leib zu spüren. „Wir haben mächtig auf den Deckel bekommen“, brachte des Trainer Sussenburger auf den Punkt. Das 3:16 war für die DHC-Spielerinnen eine wahre Lehrstunde. Die technisch starken Gastgeberinnen nutzten jede Schwäche.

Vor dem Rückrundenauftakt in der Hallen-Bundesliga an diesem Wochenende weiß der DHC nun genau, worauf er zu achten hat. „Das war sicherlich kein Maßstab, aber wir sind gewarnt“, sagte Sussenburger vor den Heimspielen gegen Schwarz-Weiß Neuss (Samstag, 12 Uhr, Am Seestern) und gegen Uhlenhorst Mülheim (Sonntag, 12 Uhr). Für den DHC geht es um die womöglich letzte Chance auf ein Ticket für das Play-off-Viertelfinale.

Ein Sechs-Punkte-Wochenende wäre für die Play-offs ganz wichtig

Dafür müssten Sussenburgers Spielerinnen einen der ersten beiden Tabellenplätze in der sechsköpfigen West-Staffel belegen. Soll das klappen, müssen an diesem Wochenende sechs Punkte her. Vor allem gegen den aktuellen Tabellenzweiten aus Mülheim kann der DHC im direkten Duell Boden gut machen. „Wir wären dumm, wenn wir zu früh an den Sonntag denken würden“, erklärte Sussenburger, der den Gegner am Samstag Neuss als möglichen Stolperstein identifiziert hat. In der Vorbereitung auf die Saison gab es in drei Testspielen gegen Neuss zwar zwei deutliche Siege, aber eben auch eine Niederlage. „Diese Mannschaft hat sich bislang unter Wert verkauft“, sagte Sussenburger über den Vierten.

Insgeheim rechnet der Trainer aber gegen Neuss mit drei Punkten. Und damit, dass seine Mannschaft am Sonntag ein kleines Endspiel um die Chancen auf die Play-offs vor der Brust haben wird. „Gegen Mülheim wird es auf die Kleinigkeiten ankommen“, sagte der Trainer. „Wer in den entscheidenden Situationen mehr Böcke schießt, wird verlieren.“ Für Sussenburger hat sich das Spiel durch die Reduzierung von fünf auf vier Feldspielerinnen in dieser Saison vor allem zu einer Geduldsfrage entwickelt. Seiner noch jungen Mannschaft versucht er immer wieder einzubläuen, dass Fehler durch die Regeländerung noch häufiger bestraft werden. Gegen die niederländische Nationalmannschaft hat der DHC das bereits schmerzlich erfahren müssen.

Der DHC muss voraussichtlich für mehrere Wochen auf Laura Überbacher verzichten. Die flexibel einsetzbare Abwehrspielerin hat sich beim Testspiel in den Niederlanden wahrscheinlich die Hand gebrochen. Überbacher knallte unglücklich gegen die Hallenwand. Dieses Spielerin ist gleich in zwei Rollen wichtig für den DHC: als zweikampfstarke Defensivkraft und als zusätzliche Feldspielerin mit Torwartrechten für das Überzahlspiel.

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