Politik will Konzepte und Kontrolle, DEG darf die Miete mindern.

DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp darf aufatmen: Die Stadt unterstützt den Klub finanziell.
DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp darf aufatmen: Die Stadt unterstützt den Klub finanziell.

DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp darf aufatmen: Die Stadt unterstützt den Klub finanziell.

DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp darf aufatmen: Die Stadt unterstützt den Klub finanziell.

Düsseldorf. Die Stadt Düsseldorf gewährt den vier führenden Sportvereinen zusätzliche Hilfen. Dies ist der wichtigste Satz der Presseerklärung von Oberbürgermeister Dirk Elbers nach der Krisensitzung am Mittwochabend im Rathaus.

Wie die WZ berichtete, hatten Spitzenvertreter von Fortuna, DEG, HSG und Giants ihre aktuellen Finanzsorgen vier Stunden bei der Sportagentur dargestellt.

Ansonsten bleibt Elbers Erklärung vage: Man sei sich einig, dass alle vier weiter Spitzensport betreiben sollen, "deshalb wird es dort, wo es nötig ist, auch kurzfristige Hilfen geben". Geknüpft seien die Subventionen aber an nachvollziehbare Vereinskonzepte und Zielvereinbarungen, um eine "Nachhaltigkeit der fördermittel zu gewährleisten". Wie die Unterstützung im Einzelfall ausfalle, werden nun Sportdezernent Werner Leonhardt und die Sportagentur mit den Vereinen aushandeln.

 In Bezug auf die HSG-Handballer und die Basketballer der Giants werden konkrete Zuschüsse am 4. März im Aufsichtsrat der Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH (DMT) beschlossen.

Aus Verhandlungskreisen erfuhr die WZ, dass es jetzt nur um eine einmalige Hilfe gehen könne, die nur die aktuell laufende Saison betreffe. "Wir springen ausnahmsweise noch einmal in die Bresche, nicht dauerhaft", sagt ein Teilnehmer der Runde.

Und klar ist auch, dass bei größeren Zuschüssen, die Politik, sprich Sportausschuss und Stadtrat das letzte Wort haben. Das betrifft insbesondere die umfangreichere Unterstützung für Fortuna und die DEG. So will die Stadt, respektive ihre Tochter IDR als Dome-Betreiber, dem Eishockey-Erstligisten nun tatsächlich technische Werbeeinrichtungen wie Leuchtlaufbänder für insgesamt 900 000 Euro abkaufen.

Wie die WZ erfuhr, wird auch der zweite große Wunsch der unter Zuschauerschwund leidenden DEG erfüllt: Die Miete im Dome beträgt nun erst einmal nicht mehr 15 000 Euro pro Heimspiel, sondern die DEG zahlt nur noch 1,50 Euro pro Besucher. Heißt: Wenn weniger als 10 000 Fans kommen (was außer gegen Köln die Regel ist), spart die DEG Geld.

Noch keine konkreten Zusagen gab es für die Fortuna, die unter einem akuten Minus von 800 000 Euro leidet. Helfen indes wird die Stadt den Fußballern auf jeden Fall noch einmal.

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