Wuppertaler SV kommt viel zu leicht zu einem 5:1-Erfolg.

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Fortunas Verteidiger Gökhan Gül muss wieder einem Wuppertaler Spieler hinterherlaufen.

Fortunas Verteidiger Gökhan Gül muss wieder einem Wuppertaler Spieler hinterherlaufen.

Andreas Fischer

Fortunas Verteidiger Gökhan Gül muss wieder einem Wuppertaler Spieler hinterherlaufen.

Düsseldorf. Eine gute Vorbereitung bringt noch lange keine Punkte. Diese bittere Erfahrung musste Fortunas U 23 am Freitagabend in der Fußball-Regionalliga machen. Zum Jahresauftakt setzte es für die Mannschaft von Taskin Aksoy im Nachholspiel beim Aufsteiger Wuppertaler SV eine empfindliche 1:5 (0:2)-Abfuhr und damit einen herben Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt.

„Wir müssen uns nichts vormachen, in dieser Verfassung wird es natürlich schwer, unser Saisonziel zu erreichen. Wir waren heute viel zu lethargisch und im Abwehrverhalten zu naiv“, sagte Taskin Aksoy nach einem äußerst ernüchternden Auftritt vor rund 3000 Zuschauern im Stadion Am Zoo. Fortunas Fußballlehrer durfte sich in seiner Kritik schon nach drei Minuten bestätigt fühlen, als Tarsis Bonga bei einem Wuppertaler Eckball den ihm zugeordneten Enzo Wirtz aus den Augen ließ und dieser zur Führung einköpfen konnte (4.).

Kabinenpredigt von Trainer Taskin Aksoy zeigte nur wenig Wirkung

Der frühe Rückstand trug zur Verunsicherung aufseiten der Gäste bei. Die Abwehr der „Zweiten“ mit den beiden Winter-Zugängen Malte Berauer und Gökhan Gül wirkte nicht sattelfest. Der WSV initiierte über den agilen Kevin Hagemann viele gefährliche Angriffe über die Flügel und kam nach einer halben Stunde unter gütiger Mithilfe der Fortuna zum überfälligen zweiten Treffer. Wuppertals Jan Holldack war der lachende Dritte als sich Fortunas Keeper Justin vom Steeg und Kapitän Tobias Lippold bei einer Abwehraktion behinderten und stocherte den Ball ins verwaiste Tor (29.).

Taskin Aksoy reagierte auf die schwache Darbietung mit einer Kabinenpredigt und der Hereinnahme von U 19-Stürmer Karl Igor Majic. Doch die guten Vorsätze für die zweiten 45 Minuten wurden schnell über Bord geworfen, weil zunächst Yordy Teijsse zum 3:0 einköpfte (53.) und kurz darauf Kaan Akca unmittelbar nach seinem Anschlusstor zum 1:3 (56.) wegen eines angeblichen groben Foulspiels mit „Rot“ unter die Duschte musste. „Dieser Platzverweis war in meinen Augen total überzogen. Das kam leider auch noch dazu“, sagte Aksoy, dessen Mannschaft in Unterzahl vergeblich um Schadensbegrenzung bemüht war. Wiederum Wirtz (76.) und der eingewechselte Ercan Aydogmus (84.) machten das kleine Debakel aus Sicht der Gäste perfekt, bei denen mit Majic ausgerechnet der jüngste Akteur nach seiner Hereinnahme noch den besten Eindruck machte.

 

vom Steeg - Lippold (80. Galleski), Goralski, Gül, Berauer - Biade, Akca, Froese (46. Majic), Duman - Bonga, Lohmar Tore: 1:0 (4.) Wirtz, 2:0 (29.) Holldack, 3:0 (53.) Teijsse, 3:1 (56.) Akca, 4:1 (76.) Wirtz, 5:1 (84.) Aydogmus

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