Fortunas Verteidiger geht vorsichtig optimistisch in die zweite Saisonhälfte. Die eingespielte Viererkette ist für ihn die Basis.

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Fast hätte dieser Schuss von Lukas Schmitz in Aue den Sieg für die Fortuna gebracht.

Fast hätte dieser Schuss von Lukas Schmitz in Aue den Sieg für die Fortuna gebracht.

Christof Wolff

Fast hätte dieser Schuss von Lukas Schmitz in Aue den Sieg für die Fortuna gebracht.

Düsseldorf. Lukas Schmitz ist ein Profi, der klare Worte wählt, wenn ihm etwas nicht gefällt oder er sich in ungerechtfertigter Weise kritisiert fühlt. Und er neigt auch nicht dazu, in die andere Richtung zu übertreiben. So dämpfte er die prächtige Stimmung seiner Mitspieler ein wenig, als er davor warnte, die Erkenntnisse aus dem Telekom-Cup eins zu eins für den Rückrundenstart am Freitag kommender Woche gegen Sandhausen zu übertragen. „Wenn in solchen Spielen gegen Bundesligisten ein paar Sachen klappen, hat so mancher das Gefühl, gegen andere Gegner geht das auch“, sagte der Fortuna-Verteidiger. „Für den Kopf ist so ein Spiel gegen ein Team wie die Bayern, wo man nichts zu verlieren hat, die komfortabelste Situation. Das hat aber mit der Liga nichts zu tun.“ Man könne guter Dinge sein, ohne gleich abzuheben. „Wir sind fit, das ist meiner Meinung nach die größte Erkenntnis. Wir dürfen auch zufrieden sein, wenn wir das Ganze richtig einordnen.“

Dennoch glaubt Lukas Schmitz, dass in der Hinrunde mit etwas mehr Konzentration und Glück in den Heimspielen auch ein noch ein besseres Abschneiden möglich gewesen wäre. „Wie es sich schon im Sommer angedeutet hat, sind wir als Mannschaft insgesamt viel stabiler geworden“, sagte der 28-Jährige, der von Anfang an ein gutes Gefühl hatte, dass es so funktionieren könnte. „Wir haben ein starkes Gerüst, viele gute junge Spieler, die sofort einen guten Eindruck hinterlassen haben.“

Weil der Teamgeist so gut ist, funktioniert ein so großer Kader

Da sich die jungen Spieler weiter entwickelt haben, erwartet Schmitz im zweiten Saisonabschnitt einen härteren Konkurrenzkampf bei der Fortuna. „Wir sind auf vielen Positionen sehr gut doppelt besetzt.“ Jeder, ohne eine Ausnahme, müsse aber alles dafür tun, um im nächsten Spiel unter den ersten Elf zu sein. Trotzdem hält es der Ex-Bremer für wichtig, dass es ein Gerüst gibt. So ist für ihn eine eingespielte Viererkette ein Faktor, der entscheidend in Verbindung mit den defensiven Mittelfeldspielern zur Stabilität des Defensivverhaltens beiträgt. „Deshalb haben wir auch so wenig Gegentore kassiert“, sagt Schmitz. „Unserer Vorteil ist zudem, dass jeder der von der Bank kommt, bedenkenlos reingeworfen werden kann, ohne dass das eine Schwächung zur Folge hat.“

Deshalb sei auch der längere verletzungsbedingte Ausfall von Oliver Fink aufgefangen worden, oder auch die anderen Verletzungen und Sperren haben nie dafür gesorgt, dass die Ordnung völlig verlorenging. Das spricht auch für den Teamgeist, der laut Lukas Schmitz sehr gut sei. „Das ist auch die Voraussetzung dafür, dass es auch mit einem so großen Kader, wie wir ihn haben, funktionieren kann“, sagte der Fortune, der glaubt, dass sich das auch in der Rückrunde nicht ändern wird.

Ändern muss sich allerdings das Spiel nach vorne gegenüber den letzten Begegnungen in der Hinrunde. „Wenn eine Mannschaft zu viele Gegentore bekommt, heißt es immer die die Verteidigung fängt vorne an. So ist es auch umgekehrt“, erklärt Schmitz. „Wir schießen vorne zu wenig Tore, dann heißt das auch, dass von hinten nicht genug Unterstützung kommt.“ Insgesamt müsse die ganze Mannschaft wieder mehr Durchschlagskraft entwickeln. Dass es funktionieren kann, habe die Fortuna im Spiel gegen Gladbach gezeigt.

Bis auf Ihlas Bebou (Afrika-Cup) und Lars Unnerstall (Lungenentzündung) nahmen alle Spieler Dienstag am Training teil. Wegen der Kälte wurde auf dem beheizbaren Kunstrasenplatz trainiert. Friedhelm Funkel bewegte sich trotzdem nicht mehr als sonst. Er trug allerdings mehrere Schichten unter seinem Trainingsanzug. kri

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