Die Fans rücken 2011 in den Mittelpunkt. Horst Klosterkemper hofft auf mehr Zulauf.

World Team Cup
Horst Klosterkemper hat die Mannschafts-WM 1978 aus der Taufe gehoben, damals als Nations Cup.

Horst Klosterkemper hat die Mannschafts-WM 1978 aus der Taufe gehoben, damals als Nations Cup.

Das deutsche Team wird in Düsseldorf wohl mit Philipp Kohlschreiber aufschlagen.

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Horst Klosterkemper hat die Mannschafts-WM 1978 aus der Taufe gehoben, damals als Nations Cup.

Düsseldorf. Das Interesse war riesig, der große Saal im Rochusclub proppevoll: Sponsoren, Organisatoren, Wegbegleiter und Medienvertreter waren gestern vor Ort, als die Fortsetzung des World Team Cups mit einem neuen Namenssponsor bekannt gegeben wurde.

Vom 15. bis 21. Mai wird es in Düsseldorf die 34. Auflage geben. Horst Klosterkemper saß lange als stiller Beobachter im Hintergrund. Erst zum Abschluss der Veranstaltung ergriff der Erfinder der Tennis-Mannschaftsweltmeisterschaft das Wort.

World Team Cup
Horst Klosterkemper hat die Mannschafts-WM 1978 aus der Taufe gehoben, damals als Nations Cup.

Horst Klosterkemper hat die Mannschafts-WM 1978 aus der Taufe gehoben, damals als Nations Cup.

Das deutsche Team wird in Düsseldorf wohl mit Philipp Kohlschreiber aufschlagen.

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Das deutsche Team wird in Düsseldorf wohl mit Philipp Kohlschreiber aufschlagen.

„Wir müssen die Zuschauer wieder ins Boot holen, die uns in den vergangenen Jahren verloren gegangen sind. Das lag auch daran, dass Tennis in der Öffentlichkeit nicht mehr die Akzeptanz wie früher hat“, sagte Klosterkemper. Und, dass nicht mehr die absolute Weltelite am Rolanderweg aufschlug.

Mehr als zwei Jahrzehnte schlugen Top-Asse am Rolanderweg auf

Nachdem Horst Klosterkemper den World Team Cup 1978 aus der Taufe gehoben hatte, gaben sich mehr als zwei Jahrzehnte die besten Tennisprofis der Welt beim World Team Cup ein Stelldichein: Björn Borg, Jimmy Connors, John McEnroe, Ivan Lendl oder Stefan Edberg waren allesamt einmal die Nummer eins in der Tennis-Welt. „Wir werden auch in Zukunft immer wieder versuchen, Top-Spieler zu bekommen. Es gibt außer Nadal und Federer aber auch andere Spitzenleute“, sagte Klosterkemper.

65.000 Eintrittskarten stehen für die Turnierwoche zur Verfügung

„Wir wollen versuchen, ein besseres Teilnehmerfeld als 2010 zu bekommen“, kündigte Turnierdirektor Dietloff von Arnim an. Im vergangenen Jahr hatten erneut die ganz großen Namen gefehlt, was trotz reduzierter Eintrittspreise zu einem weiteren Rückgang der Zuschauerzahlen geführt hat.

Elbers gratuliert: Von den Stadtspitzen war gestern kein Vertreter bei der Präsentation erschienen. Turnierdirektor Dietloff von Arnim verwies aber auf die jahrelange Unterstützung der Stadt. Bürgermeister Dirk Elbers gratulierte später: „Der World Team Cup ist eine Traditionsveranstaltung mit Weltruf, die der Sportstadt in der 33-jährigen Turniergeschichte hohes Ansehen beschert hat. Deshalb freue ich mich für unsere Sportstadt und vor allem auch für die vielen ehrenamtlichen Helfer.“

TV-Präsenz: Die Mannschafts-WM wird wieder im öffentlichen Fernsehen übertragen. „Sport 1“ wird in jedem Fall übertragen. Ob der WDR einsteigt, war gestern noch offen. Der Sender hätte aber die Erst-Verwertungsrechte.

Eintrittskarten: Tickets können jetzt schon reserviert werden. „Unsere Hotline ist geöffnet, wir müssen die Karten aber noch drucken lassen“, sagte von Arnim. Die Hotline lautet 0211/95 96 444. Weitere Informationen im Internet.

Sponsoren: Alle bisherigen Sponsoren haben dem World Team Cup die Treue gehalten, so von Arnim. Neue seien dazugekommen. Air Berlin, Sparda Bank, Henkel, Corona und Fedex sind Premium-Sponsoren.

Titelsponsor: Power Horse ist zunächst für ein Jahr dabei, mit Option. Das Unternehmen bereitet den Deutschland-Einstieg für April vor. Das Unternehmen unterstützte bislang den Fußballklub Linzer ASK, die Polo-EM und das Tennisturnier in Dubai.

„Wir wollen die Fans in den Mittelpunkt stellen“, sagte von Arnim. „Wir werden diese Bereiche und das Angebot für die Tennisfans vergrößern.“ Insgesamt stehen 65.000 Eintrittskarten für die einwöchige Veranstaltung zur Verfügung.

Neuer ATP-Vertrag gewährt mehr Unterstützung, aber keine Garantien

Zeitgleich zum World Team Cup läuft auf der ATP-Tour nur das Turnier in Nizza. „Das hat sich nicht geändert. Die Tennis-WM ist wie gehabt vor den French Open platziert“, sagte von Arnim. Vorrangig für den Turnierleiter ist jetzt die Besetzung mit acht Mannschaften.

„Wir haben zwar einen neuen Vertrag mit der ATP, der größere Unterstützung gewährleistet. Es gibt aber keine Garantie, welche Spieler nach Düsseldorf kommen“, so von Arnim. Ob Thomas Haas, die ehemalige deutsche Nummer eins, beim World Team Cup aufschlägt, ist fraglich.

Der 32-Jährige war lange verletzt und trainiert für sein Comeback. Wie schon öfters wird Deutschland wohl mit einer Wildcard teilnehmen. Vielleicht auch der ein oder andere Tennisprofi aus den Top-10. Das würde dem World Team Cup gut zu Gesicht stehen.

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