Vor dem Spiel in Rimpar meldet sich Bennet Johnen fit, dafür fällt Thomas Bahn aus.

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Muss derzeit immer wieder improvisieren: Ceven Klatt. Archiv

Muss derzeit immer wieder improvisieren: Ceven Klatt. Archiv

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Muss derzeit immer wieder improvisieren: Ceven Klatt. Archiv

Die Laune könnte blendend sein bei den Zweitliga-Handballern des HC Rhein Vikings. Zuletzt gab es vier Siege aus fünf Spielen, die den Aufsteiger in die Tabellenregion geführt haben, die das Lexikon der Sportphrasen als „gesichertes Mittelfeld“ kennt. Doch Ceven Klatt wäre schlecht beraten, sich auf den zwölf Punkten nach 13 Spielen auszuruhen. Also sorgt er vor und nennt die Zwischenbilanz „trügerisch“.

Gründe gibt gleich zwei dafür. Erstens beginnt mit dem Auswärtsspiel am Sonntag um 17 Uhr bei der DJK Wölfe Rimpar eine Phase, in der „wir ausschließlich gegen Mannschaften von oben spielen“. Zweitens „reißen die schlechten Nachrichten nicht ab“, wie der Coach sagt und damit die neueste Verletzung meint.

Seit Wochen hat das Kooperationsteam aus Düsseldorf und Neuss ja mit immer neuen personellen Rückschlägen zu kämpfen. Mal reißt sich einer einen Muskel im Trizeps, mal fällt einer unglücklich auf den Ellenbogen, mal tritt einer auf einen fremden Fuß und reißt sich ein Band. Nun hat es Rückraumspieler Thomas Bahn erwischt, der wohl wegen eines Bizepsrisses pausieren muss. Zwar sei das Team glücklicherweise so aufgestellt, dass es einige Ausfälle kompensieren kann. Je mehr Spieler aber fehlen, desto höher ist die Belastung für den Rest, desto höher ist die Verletzungsgefahr. Ein Teufelskreis.

Bislang seien die Rhein Vikings aber „toll mit der Situation umgegangen“, sagt Trainer Klatt und verweist auf die beiden Siege vom vergangenen Wochenende in Aue (26:19) und gegen Saarlouis (28:19). Zwar sei das nächste Spiel am Sonntag in Würzburg eine andere Hausnummer, weil Rimpar eine kampfstarke 6:0-Deckung, einen guten Mittelblock sowie einen guten Torhüter habe, auch sei der Tabellenneunte aus Franken schussstark über halbrechts, „aber wir haben uns einen Plan zurechtgelegt“, sagt Klatt.

Der beinhaltet nicht nur, die Ruhe zu bewahren und möglichst wenige Fehler zu machen, damit die Vikings Tempogegenstöße vermeiden und die viertbeste Abwehr der 2. Liga (im Schnitt nur 25,2 Gegentore) behalten. In dem kommt neben dem voll eingeschlagenen neuen Rückraumspieler Miladin Kozlina auch Bennet Johnen vor. Der Kapitän kommt nach seiner Bandscheiben-OP zurück. Wenigstens eine gute Nachricht aus dem Wikinger-Lazarett. bes

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