Wie im Vorjahr ist beim Vorrunden-Turnier Schluss für den Deutschen Meister.

Mia Bagusat musste ebenso wie ihre Mitspielerinnen in Bissendorf einsehen, dass es nicht zum Pokalsieg reicht. Archiv
Mia Bagusat musste ebenso wie ihre Mitspielerinnen in Bissendorf einsehen, dass es nicht zum Pokalsieg reicht. Archiv

Mia Bagusat musste ebenso wie ihre Mitspielerinnen in Bissendorf einsehen, dass es nicht zum Pokalsieg reicht. Archiv

Lepke

Mia Bagusat musste ebenso wie ihre Mitspielerinnen in Bissendorf einsehen, dass es nicht zum Pokalsieg reicht. Archiv

Düsseldorf. Am Ende war es fast ein kleines Déjà-vu für die Skaterhockey-Spielerinnen der Düsseldorf Rams. Und zwar in doppelter Hinsicht. Wie bereits in der Vorwoche gewann das Team von Trainer Kjell Wilbert bei einem Turnier das Spiel um Platz drei. Was auch bedeutete: Wie in der Vorwoche waren die Düsseldorferinnen im Halbfinale ausgeschieden und hatten einen Titel verpasst. Diesmal ging es im Gegensatz zum vergangenen Wochenende aber nicht um den Europapokal, sondern um den des nationalen Verbands ISHD. Und genau das war ihnen bereits im vergangenen Jahr passiert.

Schuld daran hat in gewisser Weise der Verband. Der hat seinen Pokalwettbewerb bei den Damen neu konzipiert, um den selten finanziell auf Rosen gebetteten Clubs Reisekosten und -stress zu sparen. Statt eines gewöhnlichen Wettbewerbs von der ersten Runde bis zu Finale gibt es nun zwei Vorrunden-Turniere. Die jeweiligen Sieger stehen sich später in der Saison im Endspiel gegenüber.

Wegen der Personalnot war in Bissendorf nicht mehr möglich

Das mag an sich ein gutes Konzept sein, in dieser Saison sorgte es aber dafür, dass die beiden besten deutschen Mannschaften aus Düsseldorf und Bockum nicht im Finale stehen. Der Tabellenzweite aus Bockum sagte sein Turnier in Heilbronn gleich ganz ab, und auch für die Rams kam ihr Vorrunden-Turnier im niedersächischen Bissendorf zur Unzeit. Zahlreiche Spielerinnen mussten absagen. Und weil es gegen den alten Rivalen aus Menden und die immer stärker werdenden Spreewölfe aus Berlin ging, ahnte Kapitänin Nadine Joisten schon vor dem Wochenende Böses.

Sie sollte recht behalten. Zwar gewannen die Rams ihr erstes Spiel gegen die Gastgeberinnen aus Bissendorf mit 5:3 und zogen ins Halbfinale ein, dort unterlagen sie dem Dauerrivalen aus Menden aber überraschend deutlich mit 2:7. Und auch wenn die Düsseldorferinnen ihr abschließendes Spiel um Platz drei noch mit 6:2 gegen den Crefelder SC gewannen, reisten sie alles andere als gut gelaunt aus Niedersachsen ab.

Von 2012 bis 2014 hatte das mit Abstand beste Team Deutschlands nicht nur die Meisterschaft gewonnen, sondern auch den Pokal geholt. Doch seitdem der nationale Verband das Format umgestellt hat, kam kein weiterer Pokalerfolg mehr hinzu. Entsprechend heißt es auf der Internetseite des Vereins: „Der Pokalturnier-Modus zur Qualifikation für das Pokalfinale wird für die Rams keine Lieblings-Sache werden.“

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