Unbändiger Kampfgeist reicht bei der 32:36-Niederlage nicht. In der Defensive läuft nicht alles zusammen.

Handball
ART-Angreifer Patrik Ranftler versucht es mit einem Heber gegen den Torhüter der Langenfelder.

ART-Angreifer Patrik Ranftler versucht es mit einem Heber gegen den Torhüter der Langenfelder.

Benefoto

ART-Angreifer Patrik Ranftler versucht es mit einem Heber gegen den Torhüter der Langenfelder.

Die Enttäuschung war den Spielern und Verantwortlichen des ART Düsseldorf nach der bitteren 32:36 (17:20)-Niederlage gegen die SG Langenfeld im ersten Spiel des neuen Jahres deutlich ins Gesicht geschrieben. Zumal man nicht nur die Chance verpasste, sich ganz vorne festzusetzen, über Nacht sogar die Tabellenführung zu übernehmen, sondern auch für sich selbst hätte Werbung treiben können. Immerhin konnte sich der Kassierer des ART Düsseldorf über 300 Zuschauer bei dem Oberliga-Gipfel freuen.

Schon vor dem Spiel musste Dusko Bilanovic eine Hiobsbotschaft hinnehmen. Aufgrund einer Wadenverletzung konnte Lars Lipperson, der gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Tim erst im Winter des vergangenen Jahres aus Langenfeld zum ART Düsseldorf zurückgekehrt war, nicht spielen. Zudem stand in Timo Heuft ein Spieler im Aufgebot, der sich unter der Woche mit einer Bänderverletzung gequält hatte und im Spitzenspiel auf die Zähne biss.

Eine Zeitstrafe bringt den ART entscheidend aus dem Rhythmus

Die Gastgeber legten angetrieben von den Fans wie die Feuerwehr los und gingen schnell mit 3:0 in Führung. Doch die Langenfelder kamen immer besser ins Spiel und nutzten die nicht immer sattelfeste Deckung der Gastgeber. So konnten die Gäste beim 10:10 erstmals wieder ausgleichen und übernahmen das Kommando. Sie erspielten sich auch eine 20:17-Pausenführung.

Auch im zweiten Durchgang setzte die SGL ihren Lauf aus dem ersten Durchgang fort und zog gleich auf 23:17 davon. Die Spieler des ART ließen sich nicht hängen, kämpften sich zurück und kamen noch einmal bis auf 23:25 heran. Die Fans peitschten die Mannschaft um Spielmacher Simon Wohlrabe nach vorne. Doch eine Zeitstrafe gegen Bastien Arnaud unterbrach die Serie der Düsseldorfer und brachte Langenfeld wieder auf die Siegerstraße. Die Gäste konnten mit einer 8:3-Serie innerhalb von zehn Minuten für die Vorentscheidung sorgen.

In Aldekerk sollte der ART die Niederlage vergessen machen

„Heute haben wir einfach zu viele unnötige Treffer kassiert, unsere Deckung stand nicht so, wie ich das gewohnt bin“, sagte ART-Trainer Dusko Bilanovic nach dem Spiel. „Natürlich haben wir auch im Angriff nicht so effektiv gespielt.“

Dennoch ging es für die Handballer des ART nach dem Spiel zu einem gemeinsamen Abendessen in ein griechisches Lokal. Auch das gehört beim Handball-Oberligisten zum Teamgeist. Und bereits am kommenden Samstag steht für den ART Düsseldorf das nächste Spiel gegen ein Spitzenteam der Oberliga auf dem Programm. Um 19.30 Uhr gastiert man dann in der Vogteihalle beim TV Aldekerk. Um weiter ganz vorne mitzuspielen, muss das Team von Dusko Bilanovic dort einen Sieg einfahren.

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