Der Torhüter der DEG zeigt ein perfektes Spiel gegen die Eisbären Berlin – bei dem Club, bei dem er eigentlich unter Vertrag steht.

Der Torhüter der DEG zeigt ein perfektes Spiel gegen die Eisbären Berlin – bei dem Club, bei dem er eigentlich unter Vertrag steht.
Daniel Kreutzer auf dem Weg zum Führungstor gestern gegen die Eisbären Berlin.

Daniel Kreutzer auf dem Weg zum Führungstor gestern gegen die Eisbären Berlin.

Birgit Häfner

Daniel Kreutzer auf dem Weg zum Führungstor gestern gegen die Eisbären Berlin.

Düsseldorf. Der Düsseldorfer Sport-Fan ist wählerisch geworden. Das bekommt dieser Tage vor allem die Düsseldorfer EG zu spüren. Bereits am Sonntag, als Kapitän Daniel Kreutzer seinen 1000. Einsatz in der Deutschen Eishockey Liga feierte, waren nicht mal 5000 Zuschauer in den Rather Dome gekommen.

War das eventuell noch mit den spektakulären Fußball-Spielen in München und Gelsenkirchen, die parallel im Fernsehen liefen, zu erklären, standen die Verantwortlichen der DEG am Freitagabend vor einem Rätsel. Obwohl der Fußball pausierte und auch sonst kein großes Event in der Stadt anstand, verloren sich gerade mal 5579 Fans zum Spiel der DEG. Und das, obwohl es gegen einen namhaften Gegner ging: den Tabellenzweiten Eisbären Berlin. „Es ist schade, dass so wenige Fans da sind, ich hoffe, dass sie bald wieder zahlreicher kommen“, sagte Meistertrainer Hans Zach, der am Freitag als Ehrengast im Dome war.

Niederberger: „Das war eine absolute Mannschaftsleistung“

Die, die ebenfalls in der Eishalle waren, hatten ihr Kommen aber nicht im Geringsten bereut. Denn sie sahen eine sensationelle Show der beiden Torhüter mit dem besseren Ende für die Düsseldorfer EG, die 2:0 (0:0/1:0/1:0) gewann und damit die Negativserie von zuletzt vier Niederlagen in Serie stoppte. Bei wem sich die Fans zu bedanken hatten, musste ihnen niemand erzählen. Bereits unmittelbar nach der Schlusssirene schalte es „Niederberger, Niederberger“ durch die Halle. Der Gefeierte selbst gab sich aber bescheiden: „Gegen Berlin 2:0 zu gewinnen, ist eine absolute Mannschaftsleistung“, sagte Mathias Niederberger, der nach dem Spiel zur Belustigung von Fans und Mitspielern einen Siegestanz aufs Eis legte und gleich in mehrfacher Hinsicht der Mann des Abends war.

Denn Niederberger ist zwar in Düsseldorf geboren und hat die komplette Jugendzeit an der Brehmstraße verbracht. Unter Vertrag ist der 22-Jährige allerdings bei den Eisbären, die ihn vergangene Saison aus Nordamerika zurück nach Deutschland holten. Weil er sich dort aber nicht gegen Petri Vehannen durchsetzen konnte und die DEG nach dem Abgang von Star-Goalie Tyler Beskorowany einen neuen Torwart suchte, einigten sich beide Seiten auf ein Ausleihgeschäft.

Manuel Strodel erzielt in der Schlussminute das 2:0

Für die DEG ein Glücksfall. Vor allem im ersten Drittel, der momentanen Schwächephase der DEG, hielt er sein Team im Spiel, sorgte fast im Alleingang dafür, dass es mit 0:0 in die erste Pause ging. Das wäre auch der Stand nach dem zweiten Drittel gewesen. Ausgerechnet im Powerplay, zuletzt nicht gerade die Stärke der DEG, machte Daniel Kreutzer das 1:0. Berlin warf alles nach vorne, doch scheiterten stets an Niederberger. Als Manuel Strodel dann in der Schlussminute ins leere Tor traf, war der Deckel auf einem Spiel, das durchaus mehr Zuschauer verdient gehabt hätte.

Tor: Niederberger (Goepfert), Abwehr: Ebner, Daschner - Coboy, Davis - Schüle, Mapes - Rönnberg; Angriff: Lewandowski, Olimb, Dmitriev - Kreutzer, Collins, Kammerer - Milley, Turnbull, Minard - Preibisch, Strodel, Brandt

Tor: Vehanen (Cüpper); Abwehr: Braun, DuPont - Müller, Gervais - Baxmann, Hördler - Haase; Angriff: Kuji, Braun, Ziegler - Noebels, Olver, Tallackson - Filin, Talbot, Machacek - Rankel, Mulock, Pohl

Massy, Rohatsch

1:0 (24:08) Kreutzer (Conboy, Schüle/5-4), 2:0 (59:26) Strodel (4-5/EN)

5579

DEG 8 - Berlin 10

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