Borussia hat leichte Probleme beim 3:1 im Pokal-Viertelfinale.

TISCHTENNIS
Kristian Karlsson machte es diesmal nicht mehr spannend.

Kristian Karlsson machte es diesmal nicht mehr spannend.

Kristian Karlsson machte es diesmal nicht mehr spannend.

homü, Bild 1 von 2

Kristian Karlsson machte es diesmal nicht mehr spannend.

Es war ein schweres Stück Arbeit, das die Borussia am Dienstagabend verrichten musste. Der ASV Grünwettersbach bewies eindrucksvoll, warum die Verantwortlichen des Tischtennis-Vorzeigeclubs aus Düsseldorf mit dem Los für das Viertelfinale der Deutschen Pokalmeisterschaft nicht allzu glücklich waren. Am Ende aber stand ein 3:1 für die Borussia zu Buche, die damit am 6. Januar 2018 beim „Final Four“ in Ulm um den ersten Titel der Saison spielt.

„Das war ein sehr schweres Spiel, am Ende haben wir uns durchgebissen“, befand auch Timo Boll, der mit zwei Einzelsiegen seine derzeit starke Form untermauerte. „Grünwettersbach war der erwartet schwere Gegner, sehr unangenehm zu spielen. Sie waren alle ganz gut drauf.“

Ein bisschen wirkt es bei der Borussia derzeit so, als würde das Motto „Timo Boll und wer dann“ lauten. Der 36-Jährige hatte seine Mannschaft mit einem 3:1 über Ricardo Walther in Führung gebracht und letztlich mit einem Dreisatzerfolg über den Japaner Masataka Morizono den entscheidenden dritten Punkt eingefahren. Bolls Teamkollegen aber haben sich noch nicht aus ihrem kleinen Tief der vergangenen Wochen herausgespielt.

Anton Källberg und Kristian Karlsson hatten in ihren Einzeln jeweils eine komfortable 2:0-Satzführung erkämpft und gaben diese anschließend aus der Hand. Doch während Källberg nach dem Matchball Morizono gratulieren musste, behielt sein schwedischer Landsmann im Duell mit dem Engländer Samuel Walker die Nerven. Karlsson wehrte zwei Matchbälle ab und gewann den Krimi im fünften Durchgang mit 15:13.

Kristian Karlsson vermeidet ein „Déjà-vu-Erlebnis“

„Das ist natürlich sehr bitter. Wir haben in Düsseldorf auch den stärksten Gegner im Viertelfinale erwischt. Wir haben uns trotzdem eine kleine Chance ausgerechnet und hatten diese dann beim Stand von 1:1, um mit 2:1 in Führung zu gehen. Somit wären wir wahrscheinlich ins fünfte Spiel gekommen und hätten eine 50:50-Chance gehabt“, sagte Nationalspieler Walther und beschrieb den Charakter des Pokalabends damit bestens. Doch anders als bei der Champions-League-Niederlage gegen Hennebont gewann Karlsson sein Einzel und vermied damit, dass sein Team über die volle Distanz gehen musste.

Zeit zum Ausruhen bleibt für die Borussia nicht. Bereits morgen geht es am zweiten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase ins polnische Dzialdowo (18 Uhr). „Mister Zuverlässig“ Timo Boll wird dabei sicher zum Einsatz kommen. Am Sonntag geht es im Tischtennis-Zentrum mit dem Bundesliga-Heimspiel gegen Mühlhausen weiter (15 Uhr). Vielleicht bringen die vielen Wettkämpfe in kurzer Zeit auch Bolls Mitspielern die nötige Sicherheit zurück. Denn die fehlte zuletzt nicht nur im Pokalspiel.

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