Doch die TuRU muss nachlegen. West spielt gegen den Letzten.

Oberliga
Ist für die TuRU offensichtlich wichtig: Anil Ozan.

Ist für die TuRU offensichtlich wichtig: Anil Ozan.

Horstmüller

Ist für die TuRU offensichtlich wichtig: Anil Ozan.

Düsseldorf. Nichts ist älter als Erfolg von gestern. Das gilt vor allem in der ausgeglichenen Fußball-Oberliga, in der sich noch mindestens die halbe Liga mit Abstiegssorgen herumplagt. Folgerichtig lenkte Frank Zilles den Blick nach dem 2:0-Sieg bei Ratingen 04 am vergangenen Sonntag sogleich nach vorne. „Wir stecken weiter in Abstiegsgefahr und müssen unsere Leistung nun auch bei Schwarz-Weiss Essen bestätigen“, sagte TuRUs Trainer auf der Pressekonferenz mit Verweis auf die heutige Partie am Essener Uhlenkrug.

Dass der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz nur drei Zähler hinter der TuRU liegende ETB am vergangenen Sonntag ebenfalls Selbstvertrauen tanken und mit dem ersten Saisonsieg vor eigenem Publikum den Heimkomplex ablegen konnte, sollte die Oberbilker nicht beunruhigen. Denn in der Verfassung aus dem Ratingen-Spiel haben die Mannen um Kapitän Philipp Lehnert definitiv das Potenzial, um in Essen zu bestehen.

Der jüngste Leistungsaufschwung war aus Sicht von Frank Zilles eng mit der Rückkehr zweier Korsettstangen verbunden. „Die Präsenz von Janis Kraus und Anil Ozan hat der Mannschaft sehr gutgetan“, lobte Zilles das Duo, das nach überstandenen Verletzungen in die Startelf zurückgekehrt war.

Der SC West hofft gegen den FC Kray auf Kontersituationen

Weniger mit personellen Entscheidungen, eher mit den richtigen taktischen Maßnahmen legte Marcus John am vergangenen Samstag den Grundstein für den 2:0-Heimsieg über den TSV Meerbusch. Die flexible Fünfer-Abwehrkette brachte die Stabilität, die dem SC West in den Wochen zuvor etwas abhanden gekommen war.

Gut möglich, dass John auch heute Abend zu Hause gegen den FC Kray auf diese Formation zurückgreift, zumal auch die Ausgangssituation dafür prädestiniert zu sein scheint. Denn für den Tabellenletzten aus Kray dürfte dies heute schon die letzte Chance sein, noch einmal ernsthaft in den Kampf um den Klassenerhalt einzugreifen. Die Kraftanstrengungen, die der frühere Regionalligist im Winter mit den Verpflichtungen des neuen Trainer Christoph Klöpper und der Ex-Profis Moses Lamidi und Burak Kaplan unternahm, zahlten sich bisher nicht aus. Bei schon 13 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer muss der FCK heute Abend volles Risiko gehen. Entsprechend sollten sich für den SC West Räume für das mittlerweile bevorzugte Konterspiel ergeben.

© WhatsBroadcast

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