Düsseldorfer reist nach Japan und darf sich den Lauf nur von draußen anschauen.

André Pollmächer muss in Japan zuschauen.
André Pollmächer muss in Japan zuschauen.

André Pollmächer muss in Japan zuschauen.

dpa

André Pollmächer muss in Japan zuschauen.

Düsseldorf. Eigentlich sollte Sonntag der 30-jährige Rhein-Marathon-Top-Läufer André Pollmächer in Japan für Deutschland mal wieder im Nationaltrikot laufen. Sein Kommentar auf seiner Facebook-Seite zu diesem Rennen fällt kurz aus: „Das war ein Satz mit x“. Bundestrainer Wolfgang Heinig (Frankfurt) hatte Deutschlands schnellsten Zehn-Kilometer-Straßenläufer klar gemacht, dass dieser sich in Chiba von der Ersatzbank aus die weltberühmte Ekiden-Staffel anschauen darf.

Pollmächer war ursprünglich für das sehr stark besetzte deutsche Team auf einer 10-Kilometer-Strecke vorgesehen. Das Rennen geht insgesamt über die Marathon-Distanz mit sechs Läufern – drei Männern und drei Frauen.

Das Teilstück läuft nun der Kieler Hindernisläufer Steffen Uliczka, der in der Vorwoche bei einem internationalen Crosslauf über 8,6 Kilometer (27:44 Minuten) im französischen Metz als Fünfter schneller unterwegs gewesen sein soll als André Pollmächer bei seinem Sieg mit einem „lockeren Trainingsläufchen“ auf der Zehn-Kilometer-Strecke (31:58 Min.) beim Martinslauf des SFD 75 am Unterbacher See.

Auch die Düsseldorfer Läufer-Kollegen sind enttäuscht

„Die besseren Wettkampfergebnisse zuletzt haben mich zu dieser Maßnahme des Wechsels bewogen“, sagte der Bundestrainer. Dass Pollmächer Freitag in Tokio aus allen Wolken fiel, als er die Ersatz-Läuferrolle zugeteilt bekam, kann man sich vorstellen. Seit dem Martinslauf hatte er keinen Wettkampf bestritten.

Die Ekiden-Lauf in Chiba, bei dem der jeweilige Läufer mit einer Schärpe unterwegs ist, hat seit mehreren hundert Jahren eine große Bedeutung im Land der aufgehenden Sonne. Er wird auch live im japanischen Fernsehen übertragen. Die Läufer aus Kenia haben zuletzt zweimal gewonnen, davor immer die Japaner. Seit 2007 werden die Ekiden mit gemischten Teams durchgeführt.

Auch die Düsseldorfer Kollegen zeigten kein Verständnis für die Streichung im fernen Japan: „Wir vom SFD 75 regen uns über die Abstufung von Pollmächer ganz besonders auf. Er hat uns beim Martinslauf so sehr geholfen und darf einfach nicht dafür bestraft werden, weil er dadurch Zeit verloren hat“, sagte etwa der 18-jährige Maximilian Thorwirth vom SFD.

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