Der 30-Jährige vom ART wiederholt den Erfolg von 2012.

Leichtathletik
Nikki Johnstone ist nach seinem neuerlichen Coup bester Laune.

Nikki Johnstone ist nach seinem neuerlichen Coup bester Laune.

B.F.

Nikki Johnstone ist nach seinem neuerlichen Coup bester Laune.

Neuss. Nikki Johnstone fühlt sich beim Neusser Erflauf anscheinend besonders wohl. Bereits vor zwei Jahren hatte der 30 Jahre alte Lehrer aus Schottland über 15 Kilometer gewonnen. Am Samstag, bei der 42. Auflage des Traditionslaufs, gewann der Mann vom ART erneut.

Dabei hatten sich die Organisatoren einen völlig neuen Kurs durch den Neusser Südwesten ausgesucht. Doch für Johnstone kein Problem. Er gewann in 51:16,4 Minuten vor Alexander Goßmann (SFD 75/51:41,5) und dem 47-jährigen Wolfgang Lenz (Rhein-Marathon/52:22,7).

Johnstone und Goßmann hatten bis zehn Kilometer „gemeinsame Sache“ gemacht. „Dann konnte ich nicht mehr“, sagte Goßmann, der Johnstone ziehen lassen musste. Martinslauf-Halb-Marathon-Sieger Wolfgang Lenz hatte da schon nicht mehr mitgehalten. „Ich bin wohl noch nicht ganz von diesem Rennen vor einer Woche erholt“, räumte Lenz enttäuscht ein. Johnstone, der im Vorjahr fast an jedem Wochenende mindestens ein Straßenrennen gelaufen war (und meistens auch noch gewann), hatte sich in diesem Jahr rar gemacht: „Das hatte neben Achillessehnen-Problemen auch berufliche Gründe.“

Bei den Frauen war die 20-jährige Svenja Ojstersek (SFD) in kaum glaublichen 56:13,4 Minuten mit dreieinhalb Minuten Vorsprung als schnellste Frau im Ziel. Überhaupt schafften es nur sieben Männer vor ihr über die Zielmatte. „Nach zehn Kilometern war ich auf mich allein gestellt“, war sie etwas traurig darüber, dass ihr Neusser Begleiter Uwe Scheithauer nicht mehr mitkam. Viele staunende Beobachter am Streckenrand waren sich sicher: „Das Mädchen kann noch viel schneller.“

Der Jedermann-Lauf über die traditionelle Novesia-Runde (fünf Kilometer) entwickelte sich zu einer Panne ersten Ranges. Sämtliche 211 Teilnehmer verirrten sich. Die ersten sieben Läufer liefen um mindestens 800 Meter zu kurz, die restlichen 204 mit 8,4 Kilometer viel zu weit. Wie die „historische Panne“ passieren konnte, ist dem Veranstalter DJK Novesia „ein Rätsel“. Er erklärte sich aber bereit, die Startgelder zurück zu zahlen oder den Läufern im kommenden Jahr eine kostenlose Teilnahme anzubieten. B.F.

© WhatsBroadcast

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