Bei den Deutschen Meisterschaften am Wochenende in Ulm hängen die Trauben aber sehr hoch.

Jessie Maduka startet in drei Sprintwettbewerben.
Jessie Maduka startet in drei Sprintwettbewerben.

Jessie Maduka startet in drei Sprintwettbewerben.

Simon Stützel startet bei den „Deutschen“ über 5000 Meter.

Franke/Archiv, Bild 1 von 2

Jessie Maduka startet in drei Sprintwettbewerben.

Düsseldorf. Düsseldorfs Leichtathleten haben nach einem Jahr wieder großen Medaillen-Hunger. Obwohl bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm die Trauben recht hoch hängen. In den beiden vergangenen Jahren hatte es jeweils Medaillen (2013 Silber und Bronze und 2012 Gold und Bronze) für Düsseldorfs Leichtathleten bei den Titelkämpfen auf nationaler Ebene gegeben. Das soll Samstag und Sonntag im Ulmer Donau-Stadion auch wieder so sein.

Bronze hatte im Vorjahr der ART-Langstreckler Simon Stützel im 5000-Meter-Lauf geholt, genau die Medaille, die im Jahr zuvor André Pollmächer (Rhein-Marathon) gewonnen hatte. „Es hätte Silber sein können“, meinte Simon Stützel, der sich etwas zu früh gefreut hatte und auf dem Zielstrich noch von einem Läufer abgefangen worden war. Ursprünglich hatte Stützel die EM-Norm über 10 000 Meter im Visier (28:35 Minuten). Als vorjähriger Deutscher Vizemeister auf der Straße im Zehn-Kilometer-Lauf war das ein ehrgeiziges, aber nicht unrealistisches Ziel.

Dennoch verfehlte er es, weil ihn beim EM-Qualifikationsrennen im niederländischen Leiden nach sieben Kilometer schon die Kräfte verlassen hatten. Stützel wollte es dann auf der 5000 Meter-Strecke, auf der er der Norm (13:35 Minuten) bis auf sechs Sekunden nahe kam, nochmals versuchen. Jetzt steht er in Ulm vor dieser kaum lösbaren Aufgabe, wobei ihm bewusst ist, dass „bei Meisterschaften auf Platz und Medaillen und nicht auf Normzeiten“ gelaufen wird.

Die meisten Starter aus Düsseldorf laufen in der Staffel

Silber im Vorjahr und Gold vor zwei Jahren hatte das ART-U 20-Quartett in der 4 x400-Meter-Staffel erkämpft. Unter den 26 qualifizierten Mannschaften steht der ART mit seinem ersten Team (Jessie Maduka, Ivy Atieno, Leonie Hönekopp, Alina Kuß) in 3:50,41 Minuten auf Rang eins der Meldeliste mit zwei Sekunden Vorsprung vor den Kölnerinnen. Das zweite ART-Quartett hat mit 3:58,20 Minuten (Rang sieben der Meldeliste) ebenfalls eine Finalchance.

Auf Bronze spekuliert das SFD-75-Trio (Maximilian Thorwirth, Lars von Danwitz, Holger Pretzler) über 3 x 1000 Meter. Das Team von Trainer Bernd Zahlten liegt als Westdeutscher Vizemeister auf Rang sechs der Meldeliste (7:46,90 Minuten). Gute Finalchancen haben auch die ART-Dreispringerinnen Eva Linnenbaum und Lena Saathoff, Hürden-Läuferin Monika Zapalska und Yannik Schaly im Kugelstoßen. Düsseldorf hat in diesem Jahr mit 30 Teilnehmern so viele Starter bei den Meisterschaften wie niemals zuvor. Die hohe Anzahl kommt vor allem durch die vielen Staffelläufer zustande.

Stützel (5000 m), Schaly (Kugel), Linnenbaum, Saathoff, Brockmann (alle Dreisprung), Maduka (100 m, 200 m, Staffel), Zapalska (100 m Hürden, Staffel), Condé, Schnabel, Schenk, Klemens, Sassen, Steinkamp, A. Schachtschneider, Ndouop, Wichelhaus, Atieno, Kuß, Hönekopp, Lins, Borck, Leppich, Brandenburg, Stehmann, Dathe, Schmidt ( alle Staffel)

Thorwirth, Pretzler, von Danwitz (3 x 1000 Meter)

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