Philipp Kohlschreiber ist die Nummer eins. Er will dem Anspruch gerecht werden.

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Philipp Kohlschreiber ist an Nummer eins gesetzt.

Philipp Kohlschreiber ist an Nummer eins gesetzt.

Die Autogramme von Philipp Kohlschreiber waren beim Training gefragt.

HORSTMUELLER GmbH, Bild 1 von 2

Philipp Kohlschreiber ist an Nummer eins gesetzt.

Düsseldorf. Seiner Verantwortung ist sich Philipp Kohlschreiber bewusst. Als Nummer eins bei den Düsseldorf Open gesetzt, sollte der nach Tommy Haas derzeit beste deutsche Tennisspieler möglichst nun das Turnier im traditionsreichen Rochusclub gewinnen. „Als Topgesetzter habe ich den Anspruch, hier zu gewinnen, auch weil ich denke, inzwischen vollkommen aus meinem Wellental heraus zu sein“, sagte der Augsburger. Das wäre nicht nur für den 30-jährigen Profi ein wichtiger Erfolg, sondern auch das Beste, was dem Turnier in Düsseldorf passieren kann.

Der 30-Jährige erhofft sich beim Turnier mehr Konstanz

Wenn von den fünf im Hauptfeld der Einzelkonkurrenz gestarteten deutschen Spielern möglichst viele lange im Wettbewerb bleiben, macht sich das bei den Zuschauerzahlen und der Stimmung sehr deutlich bemerkbar. Aus diesem Grund hatten sich die Veranstalter um die Teilnahme von Tommy Haas bemüht, hatte dann aber bei einem zu hohen Antrittsgeld passen müssen.

Außerdem hatte sich der 36-jährige Haas beim Turnier in Rom an der Schulter verletzt. Kohlschreiber war in Italiens Metropole bereits eine Runde zuvor ausgeschieden. Allerdings hatte er gegen den späteren Turniersieger Novak Djokovic einen Satz gewonnen. Der Augsburger spielt bereits zum zehnten Mal in Düsseldorf. 2002 hatte er sein Debüt damals noch beim World Team Cup gegeben.

„Ich erhoffe mir durch dieses Turnier mehr Konstanz“, sagte Kohlschreiber, der in Düsseldorf die reale Chance sieht, gegen jeden Gegner gewinnen zu können. Er habe sich nicht zuletzt in Rom viel Selbstvertrauen geholt, um sich seine Hoffnung auf den Turniersieg zu erfüllen.

Der erste Gegner ist am Mittwoch Teymuraz Gabashvili

Unter den deutschen Konkurrenten hält er besonders viel von Dustin Brown, der seiner Meinung nach in jeder Richtung für eine Überraschung sorgen könne. „Wenn er einen seiner genialen Tage hat, ist er kaum zu stoppen“, sagte Kohlschreiber. Gegenüber dem Rochusclub fühlt Kohlschreiber eine gewisse Verbundenheit.

Ein Fernsehteam aus Finnland war gestern eigens angereist, um ein Interview mit Jarkko Nieminen (Foto) zu führen. Die Nordländer dürften die Temperaturen im Rochusclub als sehr angenehm empfunden haben, war Helsinki doch gestern mit über 30 Grad die heißeste Stadt Europas. Nach dem Ende ihres Gespräches mit Nieminen hatte der 32-Jährige auch noch Zeit für die WZ. „Schön, dass das Wetter in diesem Jahr besser ist. Ich spiele lieber, wenn es wärmer ist, freue mich jedoch generell, wieder hier zu sein. Bedingungen und Ambiente sind einfach toll.“ In der ersten Runde muss der Mann aus Turku heute gegen Denis Istomin (Usbekistan) ran. „Die Auslosung ist schwer, aber ich hoffe trotzdem, dieses Jahr einen Platz besser abzuschneiden als 2013“, sagte Nieminen. Da verlor er im Finale.

Dustin Brown (Foto) steht in der zweiten Runde. Der 29-Jährige besiegte Yen-Hsun Lu aus Taiwan mit 7:6, 6:2 und eroberte mit seinem teilweise spektakulären Spiel schnell die Herzen der Zuschauer. Immer wieder streute der aufschlaggewaltige Deutsche Stopps ein, um Lu aus dem Rhythmus zu bringen. Im Tiebreak siegte er dann souverän. Im zweiten Durchgang schaffte Brown ein frühes Break, so dass er den Sieg sicher einfuhr.

„Den Veranstaltern in Deutschland habe ich viel zu verdanken. In Düsseldorf bekam ich die Chance, die große Bühne des Tennissport zu betreten.“ So wäre ein Turniererfolg im Rochusclub etwas Besonderes. „Ich könnte mich auf diese Weise für das bedanken, was ich hier alles erleben durfte“, sagt der in Düsseldorf an Nummer eins gesetzte Spieler, der am Mittwoch in seinem ersten Spiel auf den Russen Teymuraz Gabashvili trifft.

© WhatsBroadcast

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