Wenige Zuschauer auf der Kö sehen den schnellsten Straßenlauf aller Zeiten in Deutschland.

Volle Konzentration vor dem Start des Hauptlaufs: Die Afrikaner stehen schon in der ersten Reihe.
Volle Konzentration vor dem Start des Hauptlaufs: Die Afrikaner stehen schon in der ersten Reihe.

Volle Konzentration vor dem Start des Hauptlaufs: Die Afrikaner stehen schon in der ersten Reihe.

Wolff

Volle Konzentration vor dem Start des Hauptlaufs: Die Afrikaner stehen schon in der ersten Reihe.

Düsseldorf. Düsseldorf bietet in diesem Jahr die Bühne für die ganz schnellen Straßenläufe. Der 25-jährige Kenianer Daniel Chebii lief am Sonntag beim 23. Kö-Lauf über zehn Kilometer mit 27:43 Minuten eine Zeit, die noch nie zuvor in Deutschland bei Straßenläufen erreicht worden war. Leider sahen dies nur wenige (offiziell 20000) Zuschauer.

Schon im Mai war der Düsseldorfer Marathon-Lauf ein ganz besonders schnelles Rennen gewesen. Der Moldawier Jaroslaw Muschinschi hatte mit seinem Streckenrekord in 2:08:30 Stunden die schnellste Zeit eines Europäers in diesem Jahr über 42,2 Kilometer erzielt.

Hinter acht Kenianern kam dann am Sonntag auf der Kö als schnellster Europäer in 29:24 Minuten auch der schnellste Neu-Düsseldorfer ins Ziel. Der 28-jährige Ukrainer Vitali Rybak lief erstmals für den Athletik Club gestern auf der Kö und ließ in der Schlussrunde auch noch den hoch gehandelten Günther Weidlinger (Österreich/29:27) hinter sich. Der Trainer von Ryback, Sebastian Francke vom ACD, hatte schon vorher angekündigt, dass Rybak, vor Weidlinger ankommen würde. Rybak hat nun eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung.

Der Österreicher Weidlinger war nach Angaben von Cheforganisator Jan Winschermann (Rhein-Marathon) der teuerste Läufer unter den fast 4000 Teilnehmern. Da wird Winschermann wohl verschmerzen, dass er auch die neue Rekordprämie für den siegreichen Kenianer bezahlen muss. Über die Summe schwieg man sich aber aus.

Chebii lag schon ab der zweiten der neun Runden auf der Kö weit vor der Konkurrenz. Im Ziel hatte er 50 Sekunden Vorsprung vor dem erst 21-jährigen Landsmann Patrick Kimely. Vorjahrssieger Hosea Tui lief fast eine halbe Minute schneller als 2009 und wurde in 28:38 Minuten doch nur Fünfter.

Sebastian Hadamus läuft als schnellster Deutscher ins Ziel

1. Chebii 27:43 Min., 2. Kimely 28:33, 3. Kemboy 28:35, 4. Maina 28:36, 5. Tuai (alle Kenia) 28:38, 9. Rybak (ACD/Ukraine) 29:24, 10. Weidlinger (Österreich) 29:26, 15. Hadamus (ART) 32:51, 19, Goßmann (SFD 75) 33:33, 23. Burkert (SFD 75) 35:38, 24. Linder (SFD 75) 36:13 (1. M45)

1. Chepkwony (Kenia) 32:40 Min., 2. Jarzynska (Polen) 33:11, 3. Gichia (Kenia) 33:42, 7. Röttger (Siegburg) 26:09, 8. Oberem (Rhein-Marathon) 36:39

1. Elsner (SFD 75) 8:31 Min., 2. Röder (SFD 75) 8:33, 4. Brandt (DSC 1898) 8:43, 6. Landwehr (SFD 75) 9:00

1. Oberkirch (LG Hilden) 7:24 Min., 2. Veit (ACD) 7:45 (1. M 14), 3. Tashiro (Japanische Schule) 8:01, 4. Sikorski (DSC) 8:04, 5. Rohde (HSG Gerresheim) 8:05

Schülerinnen: 1.Schneiders (M’gladbach) 4:11 Min., 3. Busse (ASC) 4:13, 3. Kruse (ART) 4:16 (1 W 9), 5. Requardt 4:30, 8. Schauerte (beide TV Angermund) 4:40

Schüler: 1. Schneiders (M’gladbach) 3:54 Min., 2. Meier (SFD) 4:00, 3. Jossan (ASC) 4:01; 4. Takda (ART) 4:07, 7. Gebhardt 4:15, 8. Schwabe (b. SFD) 4:17

War Vitali Rybak als bester Düsseldorfer schon eine große Überraschung, so bot Rang 15 für Sebastian Hadamus (ART) als schnellster deutscher Läufer in 32:51 Minuten einen weiteren Grund zur Freude. Trotz eines Fahrradunfalls vor zwei Tagen erreichte auch der 25-jährige Alexander Goßmann (SFD 75) das Ziel in 33:33 Minuten als 19.

Bei den Frauen kam die Siegerin diesmal mit Caroline Chepkwony ebenfalls aus Kenia (32:40 Minuten). Die 37-jährige Sonja Oberem (Rhein Marathon) erreichte als Achte in 36:39 Minuten das Ziel. "Für das wenige Training war das noch ganz schön schnell", sagte Oberem.

In den Nachwuchs-Läufen glänzten auch Düsseldorfer Starter. So gewannen Patrick Veit (ACD/ in der Klasse M 14), Anna Elsner (SFD 75/W 14), Anna Busse (ASC/W 11) und Lea Kruse (ART/W9) jeweils ihre Klassen in den Schüler-Rennen. Insgesamt waren 4000 Läufer am Start.

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