Nach zwei Jahren kehrt Ken-André Olimb wieder zur DEG zurück. Folgt ihm möglicherweise auch sein Bruder Mathis?

EISHOCKEY
So wollen Ken-André Olimb die Fans der Düsseldorfer EG in der kommenden Saison am liebsten sehen: Beim Torjubel. Archiv

So wollen Ken-André Olimb die Fans der Düsseldorfer EG in der kommenden Saison am liebsten sehen: Beim Torjubel. Archiv

Häfner

So wollen Ken-André Olimb die Fans der Düsseldorfer EG in der kommenden Saison am liebsten sehen: Beim Torjubel. Archiv

Ken-André Olimb kehrt als ein echter Publikumsliebling zur Düsseldorfer EG zurück. Von 2013 bis 2016 gelangen dem norwegischen Angreifer in 165 Spielen 44 Treffer sowie 90 Tor-Vorlagen. Von 2016 bis 2018 schnürte er seine Schlittschuhe dann beim HC Linköping. Für den schwedischen Erstligisten aus Ost-Gotland markierte Olimb in 103 Partien 21 Tore und bereitete weitere 39 vor. Nun tauscht der Nationalspieler Norwegens das blau-rote Trikot wieder mit dem rot-gelben, der Löwe im Wappen aber bleibt. Wir sprachen mit dem in Oslo geborenen 29-Jährigen.

Hallo, Herr Olimb. Wo erreichen wir Sie gerade?

Ken-André Olimb: Ich bin mit der norwegischen Nationalmannschaft im Trainingslager in Gjövik, rund zwei Stunden nördlich von Oslo. Bald beginnt in Dänemark ja die Weltmeisterschaft.

Bei der es am 6. Mai gegen Deutschland geht. Eine Revanche für das 1:2 bei den Olympischen Spielen?

Olimb: Revanche ist sicher zu viel gesagt. Aber es kann natürlich ein entscheidendes Spiel für die Qualifikation zum Viertelfinale sein.

Dem deutschen Team fehlen dabei die zurückgetretenen Christian Ehrhoff, Marcel Goc und Patrick Reimer als Leistungsträger . . .

Olimb: Ja, ich habe davon gehört. Aber Marco Sturm ist ein hervorragender Trainer, er wird auch für die WM eine starke Mannschaft zusammenstellen. Es wird also mit Sicherheit ein schweres Spiel für uns werden. Klar möchten wir ins Viertelfinale. Zunächst aber muss der Klassenerhalt abgesichert werden.

Vor zwei Jahren haben Sie Düsseldorf verlassen. Wie war das Leben in Schweden?

Olimb: Sehr schön. Linköping ist zwar die siebtgrößte Stadt des Landes, aber dennoch eher eine ruhige Mittelstadt. Sie liegt an einem Fluss und unweit von einem See. In der Freizeit ließ es sich gut erholen, aber in Düsseldorf kann man natürlich viel mehr unternehmen.

Für den HC Linköping war zweimal im Play-off-Viertelfinale Endstation. Wie sind Sie – auch persönlich – mit dem sportlichen Abschneiden zufrieden?

Olimb: Das Aus 2017 gegen Brynäs IF Gävle war schon eine Enttäuschung. In diesem Jahr müssen wir zufrieden sein. Wir hatten in der regulären Saison einige Probleme und sind erst über die Vor-Play-offs gegen HV 71 Jönköping ins Viertelfinale gekommen. Dort waren wir dann gegen Djurgarden Stockholm ohne Chance. Persönlich will man immer mehr, aber eigentlich lief es gut. Ich habe mit meinem Bruder in einer Reihe gespielt und mit ihm auch bei Überzahl-Situationen auf dem Eis gestanden.

Ihr Bruder Mathis ist aktuell noch ohne Verein. Gibt es bei der DEG bald zwei Olimbs?

Olimb: Ich weiß nicht, wo mein Bruder in der nächsten Saison spielt (lacht). Zwei Olimbs wird es in Düsseldorf aber auf jeden Fall geben, im Juni heirate ich nämlich meine Lebensgefährtin Benedikte.

Gratulation, Düsseldorf bekommt ein neues Traum-Paar. Warum haben Sie sich eigentlich für eine Rückkehr zur DEG entschieden? Es gab doch auch andere Interessenten . . .

Olimb: Ja, ich hatte einige Anfragen. Sowohl aus der DEL als auch aus anderen ausländischen Ligen. Aber die Erinnerung an meine drei Jahre bei der DEG waren so schön, dass sie den Ausschlag gegeben haben. Ich wollte wieder zu diesem Verein und in diese Stadt. Zudem bietet die DEL insgesamt ein gutes Paket. Die Arenen sind größer als in Schweden, die Stimmung auf den Rängen ist lauter, und es wird weniger defensiv gedacht als bei schwedischen Clubs. Die offensivere Spielweise kommt mir mehr entgegen.

In den beiden Jahren ohne Sie hat die DEG die Play-offs verpasst. Spüren Sie einen gewissen Druck, dass die Fans durch ihre Rückkehr nun auch die Erwartung auf Erfolg besitzen?

Olimb: Den meisten Druck mache ich mir selber. Ich will immer mein bestmögliches Eishockey spielen und an vielen Toren beteiligt sein.

Und am besten doch sicher im Zusammenspiel mit ihrem Bruder, oder?

Olimb: Ich kann Ihnen leider immer noch nicht sagen, wo mein Bruder in der nächsten Saison spielen wird.

EISHOCKEY

Düsseldorfs neues Traumpaar: Im Juni heiratet Ken-André Olimb seine Lebensgefährtin Benedikte. (KAO)

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer