Der DEG-Stürmer ist für den neuen „Allstar-Cup“ nominiert. Dort trifft er auf die besten Spieler anderer Ligen.

EISHOCKEY

DEG-Stürmer Max Kammerer (vorne) hat in dieser Eishockey-Saison bereits 20 Tore vorbereitet. Archiv

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Natürlich wäre er heute lieber in Kloten dabei, wo die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft um 18.30 Uhr (Sport 1) gegen die Schweiz testet. Und noch lieber würde er danach ins Flugzeug nach Südkorea steigen und zum ersten Mal Olympische Spiele zu erleben. Aber es hat nicht gereicht für Max Kammerer.

Tatenlos ist der 21 Jahre alte Stürmer während der Olympiapause dennoch nicht. Dieser Tage weilt er mit den Teamkollegen von der Düsseldorfer EG auf Einladung eines Sponsors auf Malta. Und in der kommenden Woche erlebt er dann sogar ein internationales Turnier mit einer Auswahlmannschaft. Das wird zwar weitaus weniger Menschen interessieren, als es die Olympischen Spiele tun, das sportliche Niveau ist aber dennoch kein ganz geringes. Kammerer spielt am 17. Februar für die Auswahl der Deutschen Eishockey Liga (DEL) beim neu geschaffenen „All Star Cup“ in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

Das Turnier wird im Format Drei-gegen-Drei gespielt

Dort trifft das DEL-Team auf die Auswahl-Mannschaften der slowakischen und der tschechischen Liga sowie der österreichisch dominierten „EBEL“. Und damit sich die Zuschauer angemessen unterhalten fühlen, wird Drei-gegen-Drei gespielt. Das Format gibt es seit einigen Jahren in den Verlängerungen, falls ein Spiel nach 60 Minuten unentschieden steht. Und das sorgt regelmäßig für Spektakel, weil es viel Platz auf dem Eis und entsprechend viele Torchancen gibt. Für einen flinken Schlittschuhläufer wie Max Kammerer ist das genau das Richtige.

Er selbst sprach gestern von einer„großen Ehre“, nominiert zu sein, für ihn werde das „sicher eine super Erfahrung sein, wenn ich mit Topleuten zusammenspielen darf“. Das DEL-Team besteht nicht nur aus den deutschen Spielern, die es nicht in den Olympia-Kader geschafft haben, sondern auch den besten Importspielern. Auch der Topscorer, Münchens US-Amerikaner Keith Aucoin (62 Punkte), ist dabei.

Max Kammerer hat bislang 26 Punkte gesammelt und damit drei Spieltage vor Schluss bereits so viele wie in der kompletten Vorsaison. Im Gegensatz zu der hat sich sein Spiel aber gewandelt. War er an der Seite von Rob Collins ein Torjäger, der 15 Mal traf, legt er nun an der Seite von Alexander Barta und Alexej Dmitriev lieber auf. 20 Vorlagen steht in der Statistik. Also sagt er: „Ich spiele ein sehr gutes Jahr und habe den nächsten Schritt gemacht.“ Was ihm aber noch fehlt, ist Konstanz. Zwei Mal bereits erlebte er sechs Spiele am Stück ohne Scorerpunkt, derzeit wartet er seit 15 Spielen auf ein Tor. Aber vielleicht trifft er ja in Bratislava, Torchancen genug wird es geben.

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