Grand-Prix in Düsseldorf verspricht spitzensport

Peter Frese und Ole Bischof
Verbandspräsident Peter Frese (l.) und Top-Kämpfer Ole Bischof.

Verbandspräsident Peter Frese (l.) und Top-Kämpfer Ole Bischof.

Schinkel, Uwe

Verbandspräsident Peter Frese (l.) und Top-Kämpfer Ole Bischof.

Düsseldorf. Eine logistische Meisterleistung ist nötig, um den Judo-Grand-Prix am Samstag und Sonntag über die Bühne zu bringen. „Insgesamt sind mit der Veranstaltung 1100 Personen befasst. Wir mussten unsere Athleten und Betreuer in fünf Hotels unterbringen“, sagt Peter Frese, der Präsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB). „Allein die Transfers zur Halle an der Siegburger Straße und zu den jeweiligen Hotels ist nicht ganz einfach, aber machbar. In Düsseldorf haben wir die besten Voraussetzungen.“ Das ist auch ein Grund, warum der DJB den Vertrag mit Düsseldorf um vier Jahre verlängern möchte, sagt Frese.

Das Trainergespann Michael Bazynski (Frauen) und Detlef Ultsch (Männer) hat in Düsseldorf die beste Möglichkeit, um die Form der Olympiakandidaten zu sichten. „Ole Bischof und Andreas Tölzer haben aus deutscher Sicht die besten Chancen, den Grand-Prix zu gewinnen“, sagt Bazynski. „Die Qualifikation für Olympia ist für unsere Kämpfer- und Kämpferinnen ein hartes Stück Arbeit. In zwei Jahren sind es immerhin 57 Turniere in aller Welt. Da darf man sich keinen Jetlag oder Ausfall leisten, wenn man in London starten will.“ Die Anforderungen sind immens hoch. Das Niveau ist quasi explodiert, national und international.

Die Weltspitze ist ständig zusammen, bei Turnieren oder Trainingslagern. 2008 in Peking hatte sich von den Deutschen allein Ole Bischof mit dem Olympiasieg in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm auf das Siegertreppchen gekämpft. Nach seinem Erfolg beim Grand Prix in Paris hat der 32 Jahre alte Kölner im nationalen Zweikampf um das Olympia-Ticket mit Sven Maresch (Berlin) die Nase vorn. Am Rhein könnte er den London-Start perfekt machen. RW

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