SC West plant den Klassenerhalt.

Düsseldorf. Es war ein erstes Halbjahr mit Höhen und Tiefen, das der SC West nach dem Aufstieg in die Fußball-Oberliga erlebt hat. Die Elf von Marcus John fand sich in der höheren Klasse anfangs bestens zurecht, nutzte den Unbekanntenvorteil eines Neulings und verblüffte die Konkurrenz. Es folgte eine längere Durststrecke, ehe sich die Oberkasseler zum Ende der Hinserie wieder stabilisierten. Auf Rang neun überwinternd sieht der Coach sein Team folgerichtig dort, „wo man uns auch erwarten durfte und wo wir wahrscheinlich hingehören.“

Marcus John begleitete die Entwicklung seiner Elf mit einer angenehmen Sachlichkeit. Der Ex-Profi verfiel an den ersten Spieltagen nicht in Euphorie, als er sich mit seinem Team zwischenzeitlich an die Tabellenspitze katapultiert hatte. Doch genauso wenig verlor John die Nerven, als seine Schützlinge wochenlang das Tor nicht trafen. Letztlich fällt auch sein Zwischenfazit ausgewogen aus.

Simon Deuß stößt bisher in der Oberliga an seine Grenzen

„Wir können mit vielen Dingen zufrieden sein, müssen uns aber auch sowohl in der Defensive als auch in der Offensive weiter steigern.“ Die für Johns Geschmack zu hohe Anzahl an Gegentoren (27) könnte dabei auch dem andauernden Verletzungspech geschuldet sein. Neben dem starken Fixpunkt Tim Kosmala musste der Coach oft improvisieren, weil in Nils Dames, Marvin Commodore und zuletzt auch Manuel Haber einige etablierte Kräfte ausfielen. In der Offensive besteht allerdings der noch größere Steigerungsbedarf. Der einstige Torjäger Simon Deuß stößt in der Oberliga häufig an seine Grenzen. Abdelkarim Afkir traf zu Saisonbeginn alles, konnte dieses Pensum erwartungsgemäß aber nicht halten. Von Ekrem Engin muss und darf man mehr erwarten. Von seiner Galaform aus der Aufstiegsrelegationsrunde ist der Techniker weit entfernt.

Die höhere Leistungsdichte wird den Konkurrenzkampf anheizen

Hoffnung bereiteten im Jahresendspurt Fabian Stutz und Dennis Ordelheide. Die vor der Saison aus der Bezirksliga verpflichteten Offensivkräfte fanden sich in den letzten Partien vor der Winterpause immer besser zurecht und dürften den Kampf um die Stammplätze verschärfen. Für mehr Konkurrenz sollten auch die drei Neuzugänge sorgen, die Marcus John für die Rückrunde verpflichtete (die WZ berichtete). Dass im Gegenzug einige Spieler aus der zweiten Reihe abgegeben wurden, ist konsequent. Mit einer höheren Leistungsdichte im Kader sollte der Klassenerhalt definitiv zu bewerkstelligen sein.

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