Die Hubbelratherin ist eine von sechs Düsseldorferinnen, die ab heute bei der internationalen Meisterschaft der Amateure antreten.

GOLF
Beim Putten muss sich Sophie Hausmann nach Aussage ihres Trainers noch ein wenig verbessern.

Beim Putten muss sich Sophie Hausmann nach Aussage ihres Trainers noch ein wenig verbessern.

DGV

Beim Putten muss sich Sophie Hausmann nach Aussage ihres Trainers noch ein wenig verbessern.

Düsseldorf. Wird Leonie Harm (GC St. Leon-Rot) ihren Titel verteidigen? Oder wird Anastasia Mickan (G&LC Berlin-Wannsee) neue internationale Deutsche Golf Amateur-Meisterin? Die internationalen belgischen Meisterschaften und die GGL Open in Italien hat die Berlinerin vor kurzem gewonnen. Oder schwingt sich Nationalspielerin Sophie Hausmann vom GC Hubbelrath in der Nachbarstadt zu einer Energieleistung auf? Diese Fragen werden bei der Internationalen deutschen Golf-Amateurinnen-Meisterschaft (IAM) ab Donnerstag im GC Mülheim an der Ruhr beantwortet.

Doch unter den 117 Golferinnen aus zwölf Nationen sind noch viel mehr Sieganwärterinnen. „Es ist ein sehr gut besetztes Feld. Ungefähr die Hälfte davon dürfte siegfähig sein, je nachdem wer einen Lauf bekommt“, sagt Golflehrer Christoph Herrmann vom GC Hubbelrath. „Ich gehe davon aus, dass sich niemand deutlich absetzt, sondern, dass es bis zum letzten Schlag eine enge und packende Angelegenheit wird.“ Es ist aber auch gut möglich, dass sich eine Spielerin in den Fokus spielt, die selbst Herrmann trotz guter Kenntnisse der Szene nicht auf dem Zettel hat.

Um vorne zu landen, will Sophie Hausmann risikoreich spielen

Das ist genau die Atmosphäre, in der sich Hausmann wohl fühlt, denn sie ist ein absoluter Wettkampftyp, der gerne auch mal Risiken eingeht, um vorne dabei zu sein. „Wenn es schief geht, ist es natürlich blöd, aber ich habe es dann wenigstens versucht“, meint Hausmann lächelnd.

Damit ist klar, dass sie in Mülheim auch Risiken eingehen wird, denn bei der IAM 2016 hat die 19-Jährige Ambitionen. „Ein Top-Ten-Ergebnis wäre schön. Es darf aber auch gerne etwas mehr sein“, sagt die Hubbelratherin. Ihr GCH-Trainer traut ihr jedenfalls einiges zu. „Ihr langes Spiel ist sehr stabil. Ihr Putten aber noch nicht so zwingend. Ich bin aber guter Dinge, dass sie das in den Griff bekommt“, sagt Herrmann. Das setzt Hausmann aber nicht unter Druck. „In Mülheim schaue ich mir am Ende jeden Tages und dann am Ende des Turniers an, was raus gekommen ist“, erklärt die Bronzemedaillen-Gewinnerin der Mannschaftseuropameisterschaft. „Ich bin aber definitiv eine Golferin, die gerne vorne mitspielt und Titel gewinnt.“

Hausmann ist zwar Düsseldorfs größte IAM-Hoffnungsträgerin, aber mit Franziska Knötsch, Viviana Krug, Katharina Rzepucha-Hlubek, Sophie Witt (alle GC Hubbelrath) und Anna-Lina Otten (Düsseldorfer GC) sind fünf weitere Golferinnen aus der Landeshauptstadt in Mülheim am Start.

Neben der IAM-Einzelwertung wird auch eine Nationenwertung ausgespielt. Die Mannschaften bestehen aus höchstens drei Spielerinnen eines Landes. Gewertet werden die zwei besten Ergebnisse jeder Mannschaft aus der ersten und zweiten Runde. Zuschauer sind an allen Wettkampftagen im GC Mülheim an der Ruhr willkommen (Am Golfplatz 1, Mülheim an der Ruhr). Der Eintritt ist frei.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer