Andrej Kogut und Max Weiß holen mit der U21 den Titel. Jetzt geht es für sie in der Bundesliga weiter.

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Andrej Kogut (l.) freut sich bei der Siegerehrung mit Patrick Grötzki (Rhein Neckar Löwen) über den Titelgewinn.

Andrej Kogut (l.) freut sich bei der Siegerehrung mit Patrick Grötzki (Rhein Neckar Löwen) über den Titelgewinn.

Andrej Kogut (l.) freut sich bei der Siegerehrung mit Patrick Grötzki (Rhein Neckar Löwen) über den Titelgewinn.

Düsseldorf. Sie waren müde, aber überglücklich, als sie Donnerstag Abend aus Kairo kommend über Frankfurt in Düsseldorf eintrafen: Andrej Kogut und Max Weiß von der HSG Düsseldorf hatten am Abend zuvor nicht nur den Weltmeisterschafts-Titel mit den U21-Junioren des Deutschen Handball-Bundes geholt, sondern ihren Erfolg auch einem lieben Menschen gewidmet. Das Edelmetall nahmen sie bei der Siegerehrung in den T-Shirts entgegen, auf denen das Konterfei ihres im März überraschend verstorbenen Mitspielers Sebastian Faißt aus Dormagen zu sehen war.

"Ich bin froh, dass wir unser Versprechen gehalten haben und den WM-Titel auch für Sebi gewonnen haben", sagt Andrej Kogut und wirkt dabei einen Moment nachdenklich, weil ihn die Erinnerung an den tragischen Tod Faißts wieder einholt. "Der Gewinn der Weltmeisterschaft ist das Größte, was ich bislang im Sport erlebt habe", fügt er hinzu.

Nationalmannschaftskollege Max Weiß, der in dieser Saison von Delitzsch nach Düsseldorf wechselte, kann das Glück überhaupt noch nicht fassen: "Das, was in Kairo passiert ist, ist noch alles unbegreiflich für mich. Ich werde erst in ein paar Tagen realisieren, was ich mit der Junioren-Nationalmannschaft erreicht habe. Wir haben gegen Dänemark die beste Leistung des Turniers gezeigt und waren sehr gut auf unseren Gegner eingestellt. Der Sieg war verdient." In einem mitreißenden Spiel hatte sich die DHB-Auswahl mit 32:24 (13:11) gegen Dänemark durchgesetzt. Spielmacher Andrej Kogut erzielte dabei vier Treffer, Kreisläufer Max Weiß steuerte ein Tor zum Titelgewinn bei.

Andrej Kogut wird zum besten Spielmacher der WM gewählt

Die Gesamtausbeute der HSG-Spieler verdeutlicht, welche Rolle sie spielen. Kogut traf in zehn WM-Spielen 34 Mal, war damit drittbester Schütze in der Mannschaft von Trainer Martin Heuberger und wurde als bester Aufbauspieler ins Allstar-Team der Weltspiele gewählt. "Die Wahl ist für mich persönlich das Sahnehäubchen", so Kogut, der seit drei Jahren bei der HSG unter Vertrag steht. Max Weiß erzielte in neun WM-Begegnungen zwölf Tore und gehörte zu den Abwehrspezialisten. Diese Rolle wird er auch bei der HSG ausfüllen.

HSG-Trainer Goran Suton ist mit seinen beiden Youngstern äußerst zufrieden: "Solche Ereignisse und Erlebnisse sind es, die eine Handballkarriere positiv beeinflussen. Ich hoffe, dass sie vieles davon mit in die Bundesliga nehmen können." Manager Frank Flatten ist voll des Lobes: "Die Handballregion kann stolz sein. Ich persönlich freue mich für die Junioren-Nationalmannschaft um Martin Heuberger, aber besonders für Andrej und Max."

Frank Berblinger wird der HSG Düsseldorf wegen einer Wadenzerrung Freitag und Samstag beim Spielothek-Cup fehlen. Für ihn rückt Nachwuchsspieler Patrick Ranftler in den Kader, der sich auf der Rechtsaußen-Position mit Florian von Gruchalla abwechseln wird.

Freitag geht es für die HSG beim Spielothek-Cup gegen den TuS N-Lübbecke (18 Uhr, Lübbecke). Im zweiten Halbfinale treffen Gummersbach und Minden aufeinander. Am Samstag folgen das Spiel um den dritten Platz und das Finale (17.45/19.45 Uhr in Minden).

Andrej Kogut und Max Weiß steigen erst wieder in der kommenden Woche in den Trainingsbetrieb der HSG ein.

© WhatsBroadcast

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