Die Perspektive muss stimmen, damit der Ex-Nationalspieler auch in der 2. Liga in Düsseldorf bleibt.

Düsseldorf. Das Konzept der HSG Düsseldorf für die kommende Saison in der 2. Handball-Bundesliga steht auf wackligen Füßen. Noch ist offen, ich welche Richtung der Weg des Absteigers führt. Einerseits soll der Wiederaufstieg realisiert werden, andererseits droht der Absturz ins Mittelmaß. Der avisierte Etat in Höhe von 1,5Millionen Euro ist längst nicht in trockenen Tüchern.

Dazu kam am Wochenanfang die Hiobsbotschaft, dass Andrej Kogut den Verein verlassen wird. Nettelstedt und Dormagen haben Angebote gemacht, wobei der künftige DHC Rheinland nur in Frage kommt, wenn er sich in der Relegation gegen den TV Emsdetten durchsetzt und erstklassig bleibt.

Michael Hegemanns Vertrag läuft eigentlich bis 2012

Jetzt droht der nächste Nackenschlag für die HSG Düsseldorf. Michael Hegemann erwägt den Verein zu verlassen, falls die Zielsetzung nicht stimmt. Der 33-jährige Ex-Nationalspieler hat zwar noch einen Vertrag bis 2012, aber andere Erstligisten haben schon angefragt, falls Hegemann der HSG den Rücken kehren sollte. Einer der Bewerber sind die Füchse Berlin, wie aus der Hauptstadt zu erfahren war. "Die HSG ist meine erste Adresse, aber die Perspektive muss in Düsseldorf stimmen." Mittelmaß in der 2.Bundesliga kommt für Hegemann nicht in Frage.

Freigabe für Wernicke, Fragezeichen hinter Stephan

Weitere Personalien sind bei der HSG Düsseldorf ebenfalls noch zu klären. Trotz laufenden Vertrages hatte Manager Frank Flatten Linksaußen Marcel Wernicke die Freigabe erteilt. Der 28-Jährige könnte nur bleiben, wenn kein besserer Linksaußen gefunden wird.

Ob eine von Frank Flatten favorisierte Verpflichtung des Ex-Nationalspielers Daniel Stephan als Sportlicher Leiter sinnvoll ist, scheint fraglich. Denn der Welthandballer von 2000 wird sicherlich nicht für ein Taschengeld nach Düsseldorf wechseln. Ein sechsstelliger Betrag wird schon nötig sein, um Stephan an den Rhein zu locken. Damit würde Geld fehlen, das nicht der Mannschaft zugute kommt.

Dabei hat die HSG mit Jens Sieberger einen Sport-Fachmann in ihren Reihen, der zu Trainer Ronny Rogawska als interne Lösung passt und wesentlich preiswerter ist. Dazu ist Sieberger mit dem HSG Umfeld bestens vertraut. Es gibt noch einige Baustellen bei der HSG, mit denen sich die Sportliche Leitung um Manager Frank Flatten beschäftigen muss.

 

Der Kader der HSG Düsseldorf

Trainer Ronny Rogawska

Tor Almantas Savonis, Matthias Puhle

Rückraum Michael Hegemann, Jan Henrik Behrens

Kreis Max Weiß, Patrick Fölser

Rechtsaussen Florian von Gruchalla

Links Aussen Marcel Wernicke (noch offen)

Perspektivspieler Bastian Roschek (Kreis), David Hansen (Rückraum), Nils Artmann (Rechtsaußen), Jan Artmann (Linksaußen)

 

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