Bei der HSG erhielt das Talent die sofortige Freigabe.

Julius Kühn ist schon der vierte Abgang bei Handball-Zweitligist HSG Düsseldorf mitten in der Saison. Der Junioren-Nationalspieler spielt ab sofort für TuSEM Essen. Die WZ sprach mit dem 18-Jährigen über die Gründe für seinen Wechsel und die letzten Monate in Düsseldorf.

Herr Kühn, die HSG hat Ihnen die sofortige Freigabe erteilt. Was war ausschlaggebend?

Julius Kühn: Ich hatte mir fest vorgenommen, die Saison bei der HSG zu Ende zu spielen. Ich habe mich in der Mannschaft sehr wohl gefühlt und auch meine Spielanteile bekommen. TuSEM Essen ist Dritter in der Liga und verfügt über ein sehr junges Team. Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich vom Konzept her überzeugt.

Sie waren seit 2008 in Düsseldorf. Welches Fazit ziehen Sie?

Kühn: Ein positives. Die Leute, mit denen ich zu tun hatte, waren gut drauf. und man hat sich auf jede Trainingseinheit und jedes Spiel gefreut. Der Höhepunkt war natürlich die Deutsche Meisterschaft mit der A-Jugend.

In den letzten Monaten stand bei der HSG sicherlich nicht nur der Sport im Vordergrund. Wie haben Sie die Situation um die Insolvenz und den Zusammenschluss mit Dormagen erlebt?

Kühn: Wenn mir einer vor der Saison gesagt hätte, dass dieser Fall eintritt, hätte ich wahrscheinlich lachen müssen, weil ich mir das Ganze gar nicht vorstellen konnte. Dass es nun so eingetreten ist, ist für Spieler und Fans schade. Es war für mich das erste Mal, dass ich sowas erlebt habe.

War ein Wechsel zum DDHC Rheinland eine Alternative?

Kühn: Es wäre möglich gewesen, allerdings habe ich meine Zukunft doch in Essen gesehen, wo ich dem Verein sehr vertraue und ich meinen Beitrag zur Saison noch leisten möchte.

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