Nach einer kämpferisch starken Leistung gewinnt der Zweitligist gegen den Bergischen HC 26:24.

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Endlich können die HSG-Spieler wieder aus vollem Herzen jubeln – angeführt von Michael Hegemann (Mitte/8).

Endlich können die HSG-Spieler wieder aus vollem Herzen jubeln – angeführt von Michael Hegemann (Mitte/8).

Lange

Endlich können die HSG-Spieler wieder aus vollem Herzen jubeln – angeführt von Michael Hegemann (Mitte/8).

Düsseldorf. Immer wieder zuckten die Becker-Fäuste, der Triumph wurde hinausgeschrieen. Die HSG Düsseldorf meldete sich in der 2.Handball-Bundesliga Süd mit einem eindrucksvollen Sieg gegen den Bergischen HC zurück und macht deutlich, dass der Kampf um die Rückkehr ins Oberhaus längst nicht abgehakt ist. "Wenn wir unser Spiel bis zum Ende durchgezogen hätten, wäre ein anderes Ergebnis herausgekommen", erklärte HSG-Trainer Ronny Rogawska nach dem für die Gäste schmeichelhaften 26:24.

Während Stephan Adam, der Manager des Bergischen HC, vom "mit Abstand schlechtesten Auftritt" seiner Mannschaft in dieser Saison sprach, ließen die Düsseldorfer von Anfang an keinen Zweifel an ihrem Willen aufkommen. "Wir haben diesmal unsere Emotionen ausgelebt. Das war uns zuletzt etwas abgegangen", erklärte HSG-Torwart Matthias Puhle. Während die Bergischen sich jedes Tor hart erkämpfen mussten, gelang den Düsseldorfern fast alles, weil kaum Fehler gemacht wurden und alle prächtig harmonierten.

Sonderlob von Trainer Rogwaska für Daniel Brack

Ein Sonderlob des Trainers erhielt Daniel Brack, der sein bislang bestes Spiel im HSG-Trikot zeigte. "Wir waren nach zuletzt drei Niederlagen in Folge verunsichert", sagte der Rückraumspieler. "Deshalb war der Sieg so wichtig. Die 6:0-Deckung der Gäste kam uns aber auch sehr entgegen."

Auch über die Außen lief es prächtig, wobei einige klare Chancen bei Gegenstößen sogar noch ausgelassen wurden, weil HC-Torwart Jan Stochl mit Abstand der beste Bergiche war. "Wir waren gut vorbereitet und haben schönen Handball gezeigt", sagte Florian von Gruchalla. Der Rechtaußen der Düsseldorfer gab zu, dass man sich als Zuschauer nur schwer vorstellen könne, warum man nach so einer Leistung zuvor so schlecht ausgesehen habe.

Aber das Derby vor 1847 Zuschauern war natürlich etwas besonderes. Und nach 52 Minuten sah es so aus, als würde es auch vom Ergebnis her eine klare Packung für die Gäste werden. Doch nach dem 26:18 wurde in der Schlussphase nicht nur das vielleicht zu sichere Gefühl des Sieges deutlich, sondern auch, dass die HSG mit ihreren Kräften haushalten muss.

Aufstellung HSC: Tor Puhle (1.-58. Minute, 15/1 Paraden), Savonis (58.-60. und bei vier Siebenmetern, 4/1); Feld Brack (10/4), Hegemann (7), von Gruchalla (3), Behrends (2), Weiß (1), J. Artmann (1), Fölser (1), Wernicke (1), Novickis

Aufstellung Bergischer HC: Tor Huhnstock (1.-12., 0), Stochl (12.-60., 15/2); Feld Hoße (8/3), Moen (4), Oelze (3), Klev (2), Kluge (2), Behr (2), Quade (1), Henkel (1), Reinarz (1/1), Vitek, Aschenbroich

Schiedsrichter: Damian/Wenz (Bingen/Mainz)

1847 Zuschauer

Strafminuten: HSG 10; BHC 12

"Wir standen immens unter Druck. Umso geiler ist es dann, gegen den BHC zu gewinnen.", MaxWeiß, HSG-Kreisläufer

"Ich kann kaum beschreiben, wie befreiend dieser Sieg ist. Wir hatten endlich wieder Spaß am Spiel.", Jan Artmann, HSG-Linksaußen

"Es gibt so Tage, da bleibt man besser im Bett. Das Ergebnis ist sogar noch geschönt.", "HaDe"Schmitz, Trainer des BHC

"Im Abschlusstraining hatte nicht viel funktioniert. Daher ein großes Lob an Ronny, der die Spieler aufgefangen hat.", Daniel Stephan, HSG-Sportdirektor

"Trotzdem gibt der Sieg Selbstvertrauen, und wir müssen darauf aufbauen", sagte der HSG-Halbrechte Jan-Henrik Behrends. Bei der gezeigten Einstellung sollte es den Fans der HSG nicht bange sein, wenn ihr Team am nächsten Samstag in Bittenfeld antritt. Denn so wie die HSG spielt ein Aufstiegsfavorit.

© WhatsBroadcast

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