Der Slowene Bostjan Hribar ebnet mit elf Treffern den Weg im „Schicksalsspiel“.

Bostjan Hribar (l.) zeigt in Minden eine Klasseleistung und erzielt elf Treffer. Michael Hegemann (M.) und ein GWD-Spieler beobachten ihn.
Bostjan Hribar (l.) zeigt in Minden eine Klasseleistung und erzielt elf Treffer. Michael Hegemann (M.) und ein GWD-Spieler beobachten ihn.

Bostjan Hribar (l.) zeigt in Minden eine Klasseleistung und erzielt elf Treffer. Michael Hegemann (M.) und ein GWD-Spieler beobachten ihn.

Pollex

Bostjan Hribar (l.) zeigt in Minden eine Klasseleistung und erzielt elf Treffer. Michael Hegemann (M.) und ein GWD-Spieler beobachten ihn.

Düsseldorf. Goran Suton hatte vor dem Kellerduell bei GWD Minden bewusst versucht, den Druck auf sein Team zu minimieren. "Minden muss, wir wollen gewinnen", hatte der Trainer der HSG Düsseldorf gesagt. Dennoch war jedem klar, dass alles andere als ein Sieg in Ostwestfalen eine einzige Enttäuschung gewesen wäre. Umso größer waren Erleichterung und Freude, als der Düsseldorfer 34:29 (17:16)-Erfolg perfekt war. Sutons Team hatte den angekündigten Willen 60 Minuten lang bravourös demonstriert.

Der vor der EM formschwache Frank Berblinger erhielt den Vorzug gegenüber Florian von Gruchalla auf Rechtsaußen, statt des EM-Neunten Patrick Fölser, der nach Kniebeschwerden unter der Woche erst kurz vor der Partie grünes Licht gegeben hatte, startete zunächst Max Weiß am Kreis. "Wir sind gut ins Spiel gekommen. Das war wichtig. Die Halle war erstmal ruhig", sagte Michael Hegemann, der bis zum Sommer 2009 selbst noch im Mindener Trikot aufgelaufen war. "Die Mehrzahl an psychologischen Entscheidungen hatten wir auf unserer Seite. Das war wichtig" Damit meinte "Hege" abgefangene Abpraller, parierte freie Würfe von Matthias Puhle, aber auch Schiedsrichterpfiffe zugunsten der HSG.

In der ersten Hälfte zogen die Gäste jedoch nie weiter davon als mit zwei Toren. Daran änderte sich erst etwas, als Bostjan Hribar in den zweiten 30 Minuten zu Weltklasseform auflief. Fünf Tore des Slowenen innerhalb von zwölf Minuten brachten die 23:19-Führung nach der Pause.

Es entwickelte sich ein rassiger Abstiegskrimi mit vielen Emotionen. Minden reagierte, kam in der 50. Minute zum 25:26-Anschluss durch Anders Henriksson. Doch kurz darauf fiel die Entscheidung zugunsten der Gäste. Eine 7:1-Serie war die Entscheidung des "Schicksalsspiels".

"Das war der überragende Kampf, den wir alle gefordert hatten. Ein ungemein wichtiger Sieg", sagte ein überglücklicher Manager Frank Flatten nach der Partie. Etwas entspannter gestaltet sich jetzt der Blick auf die Bundesliga-Tabelle. Durch den Sieg rutscht Düsseldorf auf 16. Rang. Wie viel der Erfolg in Minden wert ist, wird sich erst zeigen. Sicher ist aber: Viel besser hätte die Rückkehr in den Ligaalltag nicht verlaufen können.

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