Mit 29:34 wird das Spiel bei der MT Melsungen verloren. Sulc ist bester Torschütze.

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Die Gesichter von Andrej Kogut, Bostjan Hribar und Frantisek Sulc (von links) dokumentieren die Ratlosigkeit der HSG-Spieler. In Melsungen setzte es die 26. Niederlage in dieser Saison. (Fotos (2): Eibner)

Die Gesichter von Andrej Kogut, Bostjan Hribar und Frantisek Sulc (von links) dokumentieren die Ratlosigkeit der HSG-Spieler. In Melsungen setzte es die 26. Niederlage in dieser Saison. (Fotos (2): Eibner)

Die Gesichter von Andrej Kogut, Bostjan Hribar und Frantisek Sulc (von links) dokumentieren die Ratlosigkeit der HSG-Spieler. In Melsungen setzte es die 26. Niederlage in dieser Saison. (Fotos (2): Eibner)

Düsseldorf. Der Klassenerhalt in der 1. Bundesliga bleibt für die Handballer der HSG Düsseldorf zumindest theoretisch in Reichweite. Nach der 29:34 (14:15)-Niederlage der HSG bei der MT Melsungen kam der TSV Dormagen am Montag gegen den SCMagdeburg zu einem 28:28. Der rheinische Konkurrent ist mit vier Punkten Vorsprung noch einholbar, die Relegation für die HSG noch möglich, aber das ist wenig realistisch.

Das Rogawska-Team verliert in der Schlussphase die Linie

Dass man sich dem drohenden Abstieg nicht widerstandslos ergeben wollte, bewies die Mannschaft von Ronny Rogawska dennoch in der Kasseler Rothenbachhalle. Denn einmal mehr konnten die Düsseldorfer durch großen Kampf bis in die Schlussphase überzeugen. Spielerische Unzulänglichkeiten brachten die Gäste aber wieder um den verdienten Lohn.

"Wir haben gut angefangen", sagte Marcel Wernicke, der mit drei Gegenstoßtoren für einen guten Start sorgte. "Wir haben eine Mannschaft, die uns eigentlich klar überlegen sein sollte, gut im Griff gehabt." So war zur Pause, als die Nordhessen nur knapp mit 15:14 die Nase vorne hatten, noch alles drin.

Alexandros Vasilakis macht der HSG das Leben schwer

In der zweiten Hälfte machten sich die fehlenden Alternativen auf der HSG-Bank bemerkbar. Die Folge: Ein plötzliche Fünf-Tore-Rückstand. Der Ex-Düsseldorfer Alexandros Vasilakis, der in Durchgang eins nur durch schauspielerische Einlagen auf sich aufmerksam gemacht hatte, donnerte den Ball jetzt reihenweise ins gegnerische Netz.

Doch ein HSG-Schlussspurt führte sechs Minuten vor dem Ende zum 27:28-Anschluss durch Sturla Asgeirsson. Zwei technische Fehler durch den erneut enttäuschenden Bostjan Hribar verhinderten das mögliche Happy End. Youngster David Hansen brachte es auf den Punkt: "Den Gang in die zweite Liga haben wir nicht heute verursacht, sondern in den Spielen davor."

Für die einzig gute Nachricht des Tages sorgte Hansen selbst, denn der ambitionierte Juniorennationalspieler wird wohl auch weiterhin das Düsseldorfer Trikot tragen. "Ich habe vor zu bleiben", sagte er.

Manager Frank Flatten spricht weiter mit Daniel Stephan

Weitere personelle Entscheidungen wollte Manager Frank Flatten noch nicht verraten. Wohl aber, dass mit Hochdruck am neuen Kader gebastelt wird. "Ich führe viele Sponsorengespräche, um einen Etat auf die Beine zu stellen, mit dem wir in der kommenden Saison unter die Top vier kommen können."

Das Thema Daniel Stephan ist immer noch aktuell. Ein langes Gespräch mit dem ehemaligen Welthandballer am vergangenen Freitag festigte die Erkenntnis, dass "Daniel mit mir auf einer Wellenlänge liegt".

Noch bis Mittwoch führt Flatten Gespräche in Bukarest mit dem Ziel, Kooperationen mit rumänischen Handballinternaten einzuleiten. Ein weiteres Indiz dafür, dass ein personeller Umbruch ansteht, bei dem die Jugend eine größere Rolle spielen wird als noch unter Goran Suton. Trotz großer Enttäuschung macht sich eine Aufbruchsstimmung breit.

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