Manager der HSG: „Wir brauchen vier bis fünf Siege.“

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„Wir wissen, wie ernst die Lage ist“: Frank Flatten, Manager der HSG Düsseldorf, kämpft gegen den Abstieg aus der Bundesliga an.

„Wir wissen, wie ernst die Lage ist“: Frank Flatten, Manager der HSG Düsseldorf, kämpft gegen den Abstieg aus der Bundesliga an.

Wolff

„Wir wissen, wie ernst die Lage ist“: Frank Flatten, Manager der HSG Düsseldorf, kämpft gegen den Abstieg aus der Bundesliga an.

Düsseldorf. "Nein", sagt Frank Flatten, "mit zweigleisiger Planung beschäftige ich mich nicht. Wir müssen in der Bundesliga bleiben, wir müssen harte Fakten schaffen." Harte Fakten sind für den Manager des abstiegsbedrohten Bundesligaufsteigers HSG Düsseldorf die Basis für erfolgreiche Sponsorengespräche.

Mit derzeit 9:37-Punkten fallen aber selbst einem Überzeugungstäter wie Flatten die Visionen schwer. "Wir haben unseren Etat gesteigert, aber wir haben immer noch nicht die Fernsehzeiten und die Zuschauerzahlen, die wir brauchen."

Endlich einmal nicht mit dem möglichen Abstieg beschäftigen

Flatten möchte sich endlich einmal "nicht mit dem Abstieg" beschäftigen müssen. Endlich einmal planen können, nicht immer von der Hand in den Mund leben. Und auf dem Weg zum Ziel mit einer 32:33-Niederlage in den letzten zwei Sekunden in Magdeburg fertigwerden.

"Wir haben Zeit gebraucht, um die Mannschaft aufzurichten, aber jetzt sind wir auf dem richtigen Weg", sagt Trainer Goran Suton drei Tage vor dem Spiel gegen die Füchse aus Berlin, die 2004 nur ganz knapp die Lizenz bekamen. "Und jetzt zu den führenden deutschen Mannschaften zählen", wie Flatten findet.

Da will der umtriebige Manager seine HSG auch sehen. Dafür arbeitet dieser Mann Tag und Nacht wie ein Besessener. Vor dem Spiel gegen Berlin hat er einen Kongress organisiert, auf dem die langfristigen Chancen des Düsseldorfer Handballs ausgelotet werden sollen.

Bundestrainer Heiner Brand kommt, Bob Hanning sowieso, Daniel Stephan ist da, der Präsident des Deutschen Handball-Bundes, Ulrich Strombach, auch. Viel Betrieb in Düsseldorf. Aber vor allem brauchen Flatten und Suton Siege in der Liga. Möglichst schon gegen Berlin. Am Freitagabend rechnen sie mit 1600 Zuschauern im Castello, 1350 Karten sind schon abgesetzt.

Noch sind es elf Begegnungen. "Vier bis fünf Siege brauchen wir", sagt Flatten, "wir wissen, wie ernst die Lage ist". Acht bis zehn Punkte müssen es noch sein. Erst dann kann der Mann wieder ruhiger schlafen. Und potenziellen Geldgebern harte Fakten präsentieren. Ambitionierter Erstliga-Handball in Düsseldorf. Ohne Abstiegssorgen.

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