Sportdirektor Stephan nimmt das Team in die Pflicht.

Tristesse auf der HSG-Bank: Die Mienen von Trainer Ronny Rogawska, Daniel Brack und Sportdirektor Daniel Stephan (v.l.) sprechen Bände.
Tristesse auf der HSG-Bank: Die Mienen von Trainer Ronny Rogawska, Daniel Brack und Sportdirektor Daniel Stephan (v.l.) sprechen Bände.

Tristesse auf der HSG-Bank: Die Mienen von Trainer Ronny Rogawska, Daniel Brack und Sportdirektor Daniel Stephan (v.l.) sprechen Bände.

Horstmüller

Tristesse auf der HSG-Bank: Die Mienen von Trainer Ronny Rogawska, Daniel Brack und Sportdirektor Daniel Stephan (v.l.) sprechen Bände.

Düsseldorf. Die "englische Woche" mündete bei der HSG in Ernüchterung. Drei Spiele, drei Niederlagen bedeuten den Absturz auf Rang sieben der 2. Handball-Bundesliga. Trotz kämpferischen Einsatzes war die 21:24 (11:11)-Niederlagen beim HC Erlangen ein Armutszeugnis für den Angriff.

Es gab genügend Beispiele. Florian von Gruchalla auf Rechtsaußen blieb ohne Torerfolg. Ex-National Jan-Henrik Behrends kam nur zu einem Feldtor. Treffer fielen meist durch Einzelleistungen, anstatt nach Spielzügen. Leichte Tore durch Tempogegenstöße waren Mangelware.

Die Amateure des HC Erlangen machten es den HSG-Profis vor. Eine kompakte Abwehrleistung, ein stark haltender Torhüter Andreas Bayerschmidt sowie Geduld und Entschlossenheit im Angriff verhalfen dem HCE zum dritten Sieg in Folge. Es gelang der HSG-Abwehr dazu nicht, den achtfachen Torschützen Daniel Pakofer zu stoppen.

Die HSG-Angreifer beißen sich an der offensiven Deckung die Zähne aus

Bis sieben Minuten vor dem Schlusspfiff war der Ausgang des Spiels offen. Marcel Wernicke glich zum 20:20 aus und nährte die Hoffnung auf einen Sieg. Aber danach trat wieder ein bekanntes Übel auf. An der offensiven Erlanger 5:1-Deckung bissen sich die HSG-Angreifer in der Schlussphase die Zähne aus.

"Letztlich bestimmen wir, ob wir verlieren oder siegen. Denn wir machen die Fehler, und wir laden den Gegner ein, diese Fehler auszunutzen", sagt Sportdirektor Daniel Stephan. "Das Team steht jetzt in der Pflicht und muss gegen den Bergischen HC gewinnen. Wir können nach drei Niederlagen in Folge überhaupt nicht zufrieden sein."

Aufstellung HSG

Tor: Savonis, Puhle

Feld: Hegemann (5), Hansen, Fölser (2), Novickis (3), Brack, N. Artmann, Wernicke (2), Weiß (4), J. Artmann, von Gruchalla, Behrends (5/4)

Zuschauer: 1.400

Schiedsrichter: Daßler/ Günther

Strafminuten: HCE 8; HSG 12 + rote Karte für Weiß (42. Minute)

Die Stimmung in der Mannschaft war am Boden. Nach dem Schlusspfiff ging es wortlos in die Kabine. Die Zeichen bei der HSG Düsseldorf stehen jedenfalls auf Sturm.

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