DSC-Trainer Müller erklärt den Unterschied zum DSD.

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Jörg Müller glaubt, dass noch viel Potenzial im DSC steckt.

Jörg Müller glaubt, dass noch viel Potenzial im DSC steckt.

Wochner

Jörg Müller glaubt, dass noch viel Potenzial im DSC steckt.

Düsseldorf. Noch im vergangenen Jahr sorgten die Hockeyherren vom DSC99 mit dem Doppelaufstieg aus der Regionalliga in die erste Bundesliga für Furore. Inzwischen läuft der DSD, der Nachbar aus Gerresheim, den Schwarz-Weißen den Rang ab und steht als Aufsteiger seinerseits sogar an der Tabellenspitze der 2. Liga.

Der DSC stellt nun hinter Bundesligist DHC und dem DSD also nur noch die dritte Hockey-Kraft in der Landeshauptstadt dar. Wir sprachen mit Trainer Jörg Müller.

Herr Müller, wie schlimm ist es für Sie zu sehen, dass sich ihr Team in einem Abwärtstrend befindet?

Müller: Zuerst einmal bin ich guter Dinge, dass wir diesen mit dem Sieg vor der Winterpause gegen Leverkusen (12:9) gestoppt haben. Und das sollte ein wichtiger Schritt zum Klassenerhalt gewesen sein. Allerdings müssen wir uns klar eingestehen, dass uns der DSD leistungsmäßig überholt hat. Aber dies ist für mich nur eine Momentaufnahme.

Woher nehmen Sie diesen Optimismus in einer Zeit, in der sie viele Abgänge beklagen mussten?

Müller: Gerade diese Tatsache macht uns Mut, denn wir sind in einer Phase, in der wir zahlreiche junge Spieler in unsere erste Mannschaft integrieren und ihnen helfen müssen, in der Bundesliga Fuß zu fassen. So etwas geht nun mal nicht von heute auf morgen. Aber auf diesen Talenten bauen wir auf.

Aber auch der DSD spielt in dieser Konstellation noch nicht lange zusammen, da immer neue Spieler zur Mannschaft hinzustoßen?

Müller: Das ist richtig. An sich können das Konzept unseres Vereins und das des DSD nicht verglichen werden. Der DSD hat sich in letzter Zeit eine deutlich bessere personelle Situation schaffen können. Wie dies möglich war spielt für uns keine Rolle. Fakt ist nur, dass sich beim Gerresheimer Derby auf unserer Seite in der Startformation nur DSC-Eigengewächse befanden, auf Seiten des DSD mit Paul Tenckhoff ein einziger Spieler stand, der ursprünglich aus diesem Verein stammt. Der DSD baut kurzfristig auf eine leistungsstarke Truppe, wir setzten hingegen auf kontinuierliche Jugendarbeit.

Welches Potential steckt in der DSC-Jugend, und welches Ziel wird langfristig verfolgt?

Müller: Diejenigen, die unser Herrenteam ergänzen, wie Tom Meisen, Marius Stümpel, Lukas Gutsche und Max Hönnekes sind mit Sicherheit eine Bereicherung. Wir gehören mit mehr als 300 aktiven Jugendlichen im Hockeybereich zu den ersten 20 Vereinen in Deutschland. Und damit sind wir dem DSD sicherlich um einige Längen voraus.

Ist damit die Strategie des DSC vorausschauender als die des Nachbarn?

Müller: Das hoffe ich doch! Ich unterstütze seit zehn Jahren die Trainer in unserem Verein, und ich weiß, dass wir den Nachwuchs optimal fördern. Hier geht es auch um andere Dinge als den Erfolg. Letztlich ist es egal, ob man jetzt eben oben oder unten in der Tabelle steht, solange Begeisterung und Freude an diesem Sport im Vordergrund stehen.

Aber welches Ziel formulieren Sie als Trainer für ihre Mannschaft?

Müller: Auf dem Feld und in der Halle wollen wir uns in der 2.Liga etablieren. Und das sollten wir spätestens im Rückspiel auch dem DSD beweisen.

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