Der Absteiger sichert sich den Sieg in der Schlussminute.

Hockey
Das Derby zwischen dem DSC und dem DSD wurde sehr verbissen geführt.

Das Derby zwischen dem DSC und dem DSD wurde sehr verbissen geführt.

Frederic Scheidemann

Das Derby zwischen dem DSC und dem DSD wurde sehr verbissen geführt.

Düsseldorf. Es ging vor allem um die Ehre. Das Lokalderby in der Regionalliga zwischen dem DSD und dem DSC 99 am letzten Spieltag war sportlich ohne große Bedeutung. Der gastgebende DSD hatte den Aufstieg bereits deutlich verpasst, der DSC war bereits abgestiegen.

Dass beide Mannschaften gewinnen wollten, war ihnen jedoch trotzdem deutlich anzumerken. Am Ende setzten sich die Gäste aus Gerresheim mit 3:2 (0:1) durch. Der DSD ging in der ersten Spielhälfte in Führung. Mittelfeldspieler Michael Markert nutzte eine Unachtsamkeit in der Defensive des DSC gekonnt aus. Dabei waren die Gäste in der ersten Hälfte eigentlich die spielbestimmende Mannschaft gewesen. Beste Möglichkeiten ließen die 99-er allerdings ungenutzt. Die Gastgeber gingen mit einer 1:0-Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offenes Spiel.

DSD verliert trotz zwischenzeitlichem Ausgleich noch gegen den Absteiger

Allerdings hatten die Gäste vom DSC die besseren Chancen. Jan Wochner verwertete eine Ecke zum verdienten 1:1. Nur eine Minute später gelang dem DSC-Torjäger Benjamin Wolfertz sogar der Treffer zum 1:2. Er verwertete eine Vorlage von Mittelfeldspieler Mario Stümpel, der einen Konter mit einem gezielten Schlenzball eingeleitet hatte. Die Schlussphase hatte es in sich: Drei Minuten vor dem Ende belohnten sich die Gastgeber für ihre druckvolle Schlussoffensive mit dem 2:2. Spielertrainer Daniele Cioli nutzte eine punktgenaue Hereingabe von Kapitän Paul Tenckhoff. Cioli hatte unter der Woche das Traineramt übernommen, nachdem sich der DSD von Bernd Schöpf getrennt hatte.

Der DSC setzte nach dem Ausgleich alles auf eine Karte, warf alles nach vorne und bekam noch eine Strafecke zugesprochen. Jan Wochner nutzte diese in der Schlussminute zum Siegtreffer. „Das war ein sehr intensives Spiel. Wir sind glücklich, dass wir einen guten Abschluss hingelegt haben“, sagte DSC-Kapitän Florian Spelz. Beim DSD hielt sich der Ärger in Grenzen: „Dass wir nach dem späten Ausgleich doch noch verlieren, war unnötig“, meinte Tenckhoff. Zur nächsten Saison muss sich der DSD jedoch steigern. Nach Platz eins in der Hinrunde schlossen die Grafenberger die Rückrunde als schwächste Mannschaft ab. Der DSC nimmt in der Oberliga einen Anlauf zum direkten Wiederaufstieg.

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