Bundesligist kassiert in der Abstiegsrunde ein 3:4 gegen Neuss. Nächstes Wochenende wird es hart.

Trainer Volker Fried kann kaum noch hinsehen.
Trainer Volker Fried kann kaum noch hinsehen.

Trainer Volker Fried kann kaum noch hinsehen.

Hajo Lange

Trainer Volker Fried kann kaum noch hinsehen.

Düsseldorf. Wer weiß, ob am Saisonende ausgerechnet dieses Spiel wegweisend sein wird. Die Hockeyspieler des DHC verloren in den Play-downs der Bundesliga gegen den Lokalkonkurrenten Schwarz-Weiß Neuss mit 3:4 (2:0) und müssen um den Klassenerhalt bangen.

Am kommenden Wochenende steht die Mannschaft von Trainer Volker Fried in den abschließenden Spielen gegen Frankenthal und Harvestehude unter Druck.

Am Samstag gab der DHC in den letzten 20 Spielminuten einen 3:0-Vorsprung aus der Hand. "Dass wir das Spiel noch verlieren, ist nur mental erklärbar", sagte Trainer Volker Fried. "Wir haben nach dem 3:0 nicht mehr mit dem nötigen Zug aufs Tor gespielt."

Fassungs- und regungslos saßen Frieds Spieler nach Abpfiff über den Kunstrasenplatz verstreut. "Ich kann nicht verstehen, wie das Spiel noch einmal kippen konnte. Wir haben alles im Griff gehabt", sagte auch Mittelfeldspieler Yannick Schöwe, der sich an seinem 19. Geburtstag sicher einen anderen Spielausgang gewünscht hatte.

Auf Neusser Seite hingegen war der Jubel grenzenlos. Nur durch den Sieg am Seestern konnten die Gäste ihre Chance auf den Klassenerhalt wahren.

"Einen Riesenkompliment an meine Mannschaft. Sie hat wirklich aufopferungsvoll gekämpft und wurde am Ende dafür belohnt", sagte Gäste-Trainer Andi Bauch. Doch in der ersten Hälfte bestimmte der DHC das Spiel in allen Belangen und ließ in der gut organisierten Defensive kaum Torchancen zu.

Nach einer Strafecke war es Olympiasieger Oliver Korn, der mit einem geschickten Schlenzball das Führungstor vorbereitete. Alexander Otte bedankte sich bei Korn für die tolle Vorarbeit mit dem hochverdienten 1:0 (13. Minute).

Mit dem Halbzeitpfiff war es wieder Otte, der auf 2:0 erhöhen konnte. Nachdem Verteidiger Jan Simon kurz nach Wiederanpfiff mit einer Strafecke (38.) getroffen hatte, schaltete der DHC einen Gang zurück. In wenigen Minuten drehten die Gäste vor 400 Zuschauern das Spiel. Der DHC war dem Sturmlauf der Neusser nicht mehr gewachsen.

"Die Folgen der Niederlage sind nicht dramatisch. Aber wir dürfen jetzt nicht jammern, sondern müssen uns auf die Endspiele vorbereiten", sagte Fried.

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