Der ART-Kreisläufer besitzt zwei Staatsbürgerschaften. Der 18-Jährige wurde für das Nationalteam der USA nominiert.

Düsseldorf. Lliam Meyers vom ART Düsseldorf ist neuer Nationalspieler: Der 18-Jährige bereitet sich mit dem USA-Team-Handball auf den IHF-Continental-Cup in Guatemala vor. Unmittelbar nach der erreichten Qualifikation mit der A-Jugend der Rather für die kommende Jugend-Bundesliga-Spielzeit steht somit der nächste Höhepunkt für den gebürtigen Krefelder an.

Seit fünf Jahren spielt der Kreisläufer beim ART, er wechselte in der C-Jugend nach Rath. Zuvor war er in Königshof und in Oppum aktiv. „Lliam hat sich im vergangenen Jahr gut entwickelt“, sagt sein Trainer Jens Sieberger, unter dem der 18-Jährige in der Jugend-Bundesliga spielt. Dort wird er als Kreisläufer und Linksaußen eingesetzt. „Er ist ein typischer Bauchhandballer und immer wieder für die überraschenden Aktionen bekannt. Lliam ist sehr engagiert, trainingsfleißig und ist sich für nichts zu schade. Auch außerhalb des Spielfeldes ist er sehr teamfähig und sorgt auch für gute Stimmung in der Mannschaft.“

Für Meyers geht es nun zum Continental Cup

Nach einem ersten Trainingslager in Los Angeles geht es für das USA- Team-Handball weiter nach Guatemala, um am IHF-Continental- Cup teilzunehmen. „Wir treffen dort auf Guatemala, Mexiko, Venezuela, Paraguay und Kanada“, sagt Meyers. „Ich freue mich ungemein, dass ich das hier miterleben kann und natürlich darauf, dass ich im Juniorenteam der USA meine ersten Einsätze absolvieren kann.“

Der Handball in den USA steckt noch in der Entwicklung

Lliam Meyers besitzt sowohl die deutsche als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Mutter Elizabeth stammt ursprünglich aus Virginia, kam vor 20 Jahren nach Deutschland.

Vor einigen Wochen bekam der 18-Jährige per E-Mail eine Einladung zur Juniorenmannschaft. „Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut, zumal ich damit nicht unbedingt rechnen konnte“, sagt Meyers. „Das ist natürlich eine tolle Sache und wird sicherlich ein Riesenerlebnis werden. In den USA soll der Handballsport aufgebaut gebaut werden“, sagt Lliam Meyers. Teammanager Mariusz Wartalowicz kümmert sich intensiv darum und hatte mich wegen der Nominierung kontaktiert.“ Meyers wurde aus 47 gesichteten Spielern in den 14-Mann-Kader berufen. Aus Deutschland wurden nur noch Moritz Marx (21) vom FC Forchheim und Kevin Korner (20) von der SG Nußloch nominiert. Ziel des USA-Team-Handball sind die Olympischen Spiele 2016. Lliam Meyers würde in Rio zu gerne für die USA auf Torejagd gehen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer