Die jüngsten Erfolge verdrängen die Hallenprobleme des SSV Knittkuhl.

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Jana Babka ist eine der Vorzeigesportlerinnen des SSV Knittkuhl.

Jana Babka ist eine der Vorzeigesportlerinnen des SSV Knittkuhl.

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Jana Babka ist eine der Vorzeigesportlerinnen des SSV Knittkuhl.

Düsseldorf. Wenn vom SSV Knittkuhl die Rede ist, geht es automatisch um die Rhythmische Sportgymnastik. Denn dort hat der vor 37 Jahren gegründete Verein in der jüngsten Vergangenheit seine größten Erfolge. Vor allem durch Jana Babka, die unter anderem 2008 Deutsche Meisterin der Juniorenklasse wurde.

Sechsmal die Woche trainiert die begabte Nachwuchssportlerin jeweils vier Stunden lang. Zum Teil wird die 14-Jährige dafür von ihrer Mutter Susanne zum Stützpunkt nach Leverkusen gefahren. Susanne Babka selbst ist Leiterin des Landesleitungsstützpunktes der Rhythmischen Sportgymnastik.

Trainiert wird in Düsseldorf in der neuen Vierfachsporthalle an der Gräulinger Straße in Gerresheim. Sieben Trainer leiten die jeweiligen Einheiten in den verschiedenen Altersklassen. "Wir finden dort sehr gute Bedingungen vor. Den Kindern und Jugendlichen bereitet das Training viel Spaß", sagt Susanne Babka.

Aber der SSV Knittkuhl bedeutet nicht nur Rhythmische Sportgymnastik. Der 1300 Mitglieder fassende Verein hat sich ansonsten dem Breitensport verschrieben, mit allen Vorteilen und Problemen. "Wir bieten unseren Mitgliedern ein breites Spektrum an Sportarten an. Für jeden ist etwas dabei", sagt der Vorsitzende Walter Friedhoff. "Damit alles funktioniert, sind wir auf ehrenamtliche Unterstützung der Mitglieder angewiesen."

Friedhoff: Ich rechne nicht
vor 2015 mit besseren Bedingungen

Bei 18 Sparten und vielen Aktivitäten ist das verständlich. Sportlicher Höhepunkt des vergangenen Jahres war für den SV Knittkuhl die Gymnastik-Gala "Gymmotion" in der Philipshalle, bei der 50 ehrenamtliche Mitglieder halfen.

Gegründet 1972 hat der Verein heute 1300 Mitglieder.

Turnen, Trampolin, Rhythmische Sportgymnastik, Gymnastik, Tanz, Freizeit- und Sport für Jedermann, Fitness- und Krafttraining, Tischtennis, Volleyball, Basketball, Gesundheitssport/Prävention, Sport für Ältere, Spielgruppen, Karate, Do Shotokan, Leichtathletik, Badminton, Sportschützen.

Aber es gibt auch Probleme. Walter Friedhoff redet Klartext: "Die Sporthallen-Situation ist untragbar. Wie sollen wir neue Ideen entwickeln und umsetzen, wenn wir keine Kapazitäten mehr haben?", fragte der Vorsitzende beim Jahresempfang des Klubs. "Unser größter Wunsch in Richtung Stadt ist eine vernünftige Hallensituation.

Wir kommen momentan nicht weiter, die Bundeswehrhalle ist auch nur bedingt nutzbar. Ich rechne dort nicht vor 2015 mit besseren Bedingungen." Außerdem werde die Schule Knittkuhl ab Februar umgebaut. Dadurch werde die Hallen-Situation auch nicht besser.

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