Jungprofi hat die Qualifikation zur European Tour in diesem Jahr knapp verpasst.

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Golfprofi Max Glauert macht sich keinen Druck wegen der noch nicht erreichten Qualifikation für die European Tour und bleibt zuversichtlich.

Golfprofi Max Glauert macht sich keinen Druck wegen der noch nicht erreichten Qualifikation für die European Tour und bleibt zuversichtlich.

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Golfprofi Max Glauert macht sich keinen Druck wegen der noch nicht erreichten Qualifikation für die European Tour und bleibt zuversichtlich.

Düsseldorf. Jerez de la Frontera - so hieß das Ziel der Reise von Max Glauert. Der Golfer vom GC Hubbelrath ist in der zweiten Runde der Qualifying School für die European-Tour der Profis gescheitert. In der beschaulichen Touristenstadt im spanischen Andalusien benötigte der Düsseldorfer einen Schlag zu viel, um das Ticket für die dritte und entscheidende Ausscheidungsrunde zu lösen. Damit hat er es verpasst, die Tür zu Europas Top-Turnieren weit aufzustoßen.

Glauert ist erst seit Juli Golfprofi und muss sich im Konzert der Großen noch zurecht finden. "Die Konkurrenz ist brutal hart", verrät der 24-Jährige, der immer noch in Gerresheim wohnt. "Ich weiß, ich kann es schaffen, auch wenn es vielleicht noch drei Jahre dauert", sagt er mit Blick auf den Sprung zur European Tour. In diesem Jahr war die Teilnahme an der dritten Qualifikationsrunde sein erklärtes Ziel. "Das ist schon ärgerlich, wenn man so knapp scheitert", sagt der Jungprofi.

Dennoch ist Glauert glücklich über seine Leistungen in diesem Jahr: "Derzeit klappt alles, wie es soll. Ich bin mit mir zufrieden." Zehn Tage Training in Faro (Portugal) gaben Glauert eigentlich auch Mut, das Qualifikationsturnier erfolgreich abzuschließen. Dass der Weg in die europäische Spitze steinig ist, hat er nun erfahren müssen.

"Martin Kaymer hat den Sprung auch nicht im ersten Anlauf geschafft"

"Es gibt so viele gute, junge Spieler. Man braucht auch Glück und Geduld, um sich dort durchzusetzen." Glauert macht sich deshalb keinen Druck. "Martin Kaymer hat die Qualifikation zur European Tour auch nicht im ersten Anlauf geschafft", erzählt er. "Du musst in diesem Sport einfach immer mit dem Schlechtesten rechnen." Verständlich - schließlich muss Glauert seit seinem Wechsel zum Profistatus für alle Kosten selber aufkommen. "Mit den Aufwendungen für die Anreise, Unterkunft, den Trainer und einen Caddie kommt da ganz schön was zusammen. Im Nationalkader haben noch Verein und Verband die Kosten getragen."

Immerhin hat Glauert schon rund 5500 Euro an Preisgeldern erspielt, doch auf lange Sicht braucht er die Berechtigung, auf europäischer Ebene an den Start gehen zu dürfen, um die Kosten zu decken. Für seinen Traum trainiert der Deutsche Meister von 2008 hart.

Olympia-Teilnahme und Ryder-Cup als Fernziel für den Jungprofi

"Ich habe einen Acht-Stunden-Job", erzählt er. Drei Mal die Woche absolviert er morgens ein straffes Fitness-Programm. Spätestens um 11 Uhr geht es dann auf den Golfplatz. "In meiner Wunschvorstellung spielen Olympia 2016 und der Ryder Cup 2018, der in Deutschland stattfinden könnte, schon eine Rolle", erzählt er. Im kommenden Jahr möchte Glauert erneut an der Qualifying School teilnehmen. Vielleicht gelingt ihm dann der entscheidende Schritt auf die European Tour und später die erhoffte Olympia-Teilnahme.

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