Der Aufbauspieler der Giants soll auch gegen Bamberg das Spiel kontrollieren. Düsseldorfs Trainer Achim Kuczmann steht der gesamte Kader zur Verfügung.

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Zack Whiting wird für die Giants immer wertvoller.

Zack Whiting wird für die Giants immer wertvoller.

horstmüller

Zack Whiting wird für die Giants immer wertvoller.

Düsseldorf. Vor dieser Saison hat Zack Whiting seinen Führungsanspruch bei den Giants Düsseldorf klar formuliert: "Ich kann jetzt viel mehr Spielmacher sein als in der vergangenen Saison." Und das hat der Aufbauspieler in bisher sieben Begegnungen der Basketball-Bundesliga auch schon unter Beweis gestellt. Mit 3,6 "Assists" ist er bester Vorlagengeber seiner Mannschaft, belegt in der BBL-Statistik den 13. Platz.

Am Samstagabend gegen die Baskets Bamberg (18.30 Uhr) sollen seine Qualitäten das Team wieder auf die Siegerstraße bringen. Trainer Achim Kuczmann hält viel von dem Mann, der Mitte der vergangenen Saison aus Quakenbrück nach Düsseldorf gewechselt war: "Er kann das Tempo prima kontrollieren und bringt die Bälle zu den richtigen Mitspielern." Anders beispielsweise als Bobby Walker, der öfter den Weg zum eigenen Korberfolg sucht.

Mit Bobby Walker hat der Trainer eine "doppelte" Alternative

Je nach Lage bringt Kuczmann seine beiden Jungs - einzeln oder gleichzeitig - auf den Aufbaupositionen ins Spiel, hofft auf die jeweiligen Fähigkeiten. Soll es eher defensiv zugehen, kommt auch Gordon Geib in Frage. Bei ihm und Whiting weiß er ohnehin, was er an ihnen hat, denn er kennt beide schon deutlich länger als Walker. Whiting war vor knapp einem Jahr sozusagen zurückgekommen. Im Sommer 2008 war er von Leverkusen und Kuczmann fortgegangen.

In dem halben Jahr in Quakenbrück sei ihm klar geworden, was er an Kuczmann und Co. hatte, sagt der Basketball-Profi. "Ich mag den Trainer sehr, und das zu verdienende Geld war mir nicht so wichtig." Das bräuchten andere Kollegen "als Anerkennung", Whiting entschied sich, im vergangenen Sommer in Düsseldorf zu bleiben. Ein sicherer Job sei das, sagt er. Die Stadt gefällt ihm, die Menschen auch, und das Ziel, die Play-offs zu erreichen, sei durchaus realistisch.

Defensive der Giants konzentriert sich vor allem auf Pedrag Suput

In der vergangenen Spielzeit seien zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung alle Rollen vergeben gewesen. Jetzt geht er mit seinem klar formulierten Führungsanspruch durch die Saison, so wie im Heimspiel am Samstag gegen Bamberg, für das der gesamte Kader bereitsteht. "Wir wollen unser Punktekonto ausgleichen und in eigener Halle ungeschlagen bleiben", sagt Trainer Achim Kuczmann.

Am Samstag wird zum dritten Mal in Folge ein frisch verpflichteter Aufbauspieler der Bamberger in Düsseldorf debütieren. Am 9. November 2008 war für John Goldsberry der US-Amerikaner Michael Hakim Jordan gekommen, bei dessen Debüt im Castello ein 94:83 heraussprang. Im Januar 2009 war für Ex-NBA-Profi Dan Dickau Premiere, er konnte aber im Pokal-Viertelfinale das 78:73 der Giants nicht verhindern. Nun wurde der Slowake Anton Gavel verpflichtet.

Die knappe Niederlage beim Mitteldeutschen BC sei längst abgehakt. Gegen die bisher enttäuschend gestarteten Baskets erwartet er "ein wie immer physisches Spiel". Bamberg werde "mit aller Macht" um den Befreiungsschlag kämpfen. "Es ist für beide Mannschaften ein wichtiges und richtungsweisendes Spiel."

Damit die Düsseldorfer Heimweste tatsächlich weiß bleibt, muss die Verteidigung der Giganten vor allem Bambergs Pedrag Suput ausschalten. Der Serbe ist mit rund 14 Zählern pro Begegnung bester Schütze der Franken und ein variabler Flügelspieler, der sowohl von außen punktet als auch unter dem Korb für Gefahr sorgt. Ebenfalls zweistellig (11,8Punkte pro Partie) punktet Spielmacher Brian Roberts.

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