Platz zwei nach der Vorrunde wäre für das Didin-Team schon fast optimal.

Murat Didin will Basketball in Düsseldorf erstklassig machen.
Murat Didin will Basketball in Düsseldorf erstklassig machen.

Murat Didin will Basketball in Düsseldorf erstklassig machen.

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Murat Didin will Basketball in Düsseldorf erstklassig machen.

Düsseldorf. Die jüngste Absage von Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers an finanzielle Unterstützungen für die Profiklubs konnten die Giants ganz entspannt aufnehmen. Trainer und Geschäftsführer Murat Didin hat die GmbH mittlerweile weitgehend auf eigene Sponsoren-Beine gestellt, möchte in dieser Saison in der „Pro A“ den direkten Wiederaufstieg schaffen. Trainer Murat Didin hat um sein erfahrenes Trio Aubrey Reese, Rait Keerles und Patrick Flomo einige junge deutsche Spieler geschart: Laut Regel müssen zwei durchgehend auf dem Feld stehen.

Um den einstigen türkischen Profi-Basketballer Didin dreht sich bei den Giants alles. Mit viel Ehrgeiz und Energie treibt er das Projekt Profi-Basketball in Düsseldorf voran, hat den BBC Oberkassel zur Namensänderung in „Giants e.V.“ bewegen und damit einen Unterbau schaffen können. Allerdings tut sich Didin schwer damit, Verantwortung abzugeben. Als sein vertrauter Co-Trainer Engin Gencoglu auf unbestimmte Zeit krank ausfiel, erledigte er Trainertätigkeit und Geschäftsführung parallel. Das war nicht immer sinnvoll.

Bei den Heimspielen bieten die Giants noch Bundesliga-Standard

In seiner Heimat hat Didin eine Stellung wie Franz Beckenbauer im deutschen Fußball, heißt es. Daher konnte Didin vor allem türkische Geldgeber von seinem Projekt überzeugen. Unternehmen wie „Gloria“, „Turkish Airlines“ oder „Yayla“ sorgten dafür, dass ein Etat von schätzungsweise zwei Millionen Euro zur Verfügung steht. Wobei Didin immer wieder betont, etwas „auf die hohe Kante“ legen zu wollen, um es in die Infrastruktur zu stecken.

Nach einem durchwachsenen Saisonstart mit zwei Siegen und zwei Niederlagen schien der Mitfavorit auf den Aufstieg in Fahrt zu kommen. Doch zuletzt setzte es drei Pleiten in Folge, darunter eine peinliche Heimniederlage gegen Jena. Immerhin kommen im Schnitt rund 2000 Zuschauer zu den Heimspielen, die nach wie vor Bundesliga-Standard bieten.

Die Abhängigkeit von Spielmacher Aubrey Reese scheint zu hoch zu sein. Denn auf dem Feld dreht sich alles um den US-Amerikaner. Kaum vorzustellen, wenn sich der von den Verantwortlichen so deutlich hofierte Star-Spielmacher mal verletzt. Mit diesem auf einem Spieler basierenden System geht Didin ein Risiko ein. Dennoch sollte es mit diesem Kader zu schaffen sein, zwei Play-off-Runden zu überstehen. Beide Finalisten steigen auf. Umso wichtiger wäre es, Zweiter zu werden, um dem Top-Favoriten Mitteldeutscher BC aus dem Weg zu gehen.

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