Drei Profis sind nicht mehr unter Vertrag. Der Trainer der Giants gerät jetzt unter Zeitdruck.

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Giants-Trainer Murat Didin gerät bei der Sichtung neuer Spielern unter Zugzwang.

Giants-Trainer Murat Didin gerät bei der Sichtung neuer Spielern unter Zugzwang.

Philipp Friedel hofft auf einen Einsatz im Heimspiel am Samstag.

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Giants-Trainer Murat Didin gerät bei der Sichtung neuer Spielern unter Zugzwang.

Düsseldorf. Murat Didin nutzte die Gelegenheit am Donnerstag und verschwand vor einem Termin schnell im nahen Baumarkt. Was der Trainer der Giants Düsseldorf dort suchte? Vielleicht einen Bausatz „Basketball-Profi“, wenn es den geben würde.

Denn nach der Trennung von Eric Vierneisel (Jena) und Nikita Khartchenkov (Freiburg) hat noch kein neuer Akteur unterschrieben. Dabei drängt die Zeit, bis zum 20. Februar darf Didin personell nachbessern, drei neue Spieler können es werden. Und deshalb gaben sich die Kandidaten die Klinke in die Hand.

Bilal Abdullah soll sich bewähren, Esmir Rizvic hat gute Karten

Nun endgültig nicht mehr dabei ist Chris Ellis, der schon durchgefallen war und trotzdem noch mittrainierte. „Patellasehnen-Probleme“ bedeuteten das endgültige Aus, hieß es. Ein ebenfalls zum Probetraining gekommener Spieler namens Ray George konnte sich nicht durchsetzen, Donnerstag kam Bilal Abdullah erstmals hinzu, darf sich in den kommenden Tagen bewähren.

Der Slowene Esmir Rizvic soll dagegen gute Karten haben, eventuell schon am Samstag gegen die Artland Dragons (18.30 Uhr, Karl-Hohmann-Str.) im Giants-Trikot auflaufen zu können. „Die meisten kommen nach längerer Spielpause zu uns, denen müssen wir ein paar Tage Zeit geben“, sagt Didin.

Beim Training fehlen in dieser Woche einige Profis

Vielleicht hat er auch nach medizinischem Material gesucht, denn fast die Hälfte seiner Akteure klagt über Verletzungen und Wehwehchen. So fehlten DeAndre Haynes und Ransford Brempong mehrere Tage beim Training, Steven Wright musste mit Knöchelproblemen ebenso pausieren wie die ohnehin verletzten Jamaal Tatum und Olumuyiwa Famutimi.

„An manchem Trainingstag waren nur fünf oder sechs Spieler anwesend“, sagt Center-Spieler Joseph Buck, „da musste eben jeder das tun, was unsere Situation verbessert – sei es nun trainieren oder gesund werden.“ Zum Glück sei er selbst gesund, sagt der 30-Jährige und gibt mutig das Ziel aus, dass am Samstag gegen die Artland Dragons ein Sieg her soll. Etwas anderes als Optimismus und Hoffnung bleibt Tabellen-Schlusslicht Giants Düsseldorf auch kaum mehr übrig.

Der Trainer macht mit seiner Frau eine Kaffeepause im Baumarkt

Und was hat Murat Didin nun wirklich im Baumarkt in Flingern gemacht? Der Türke war mit seiner Frau Kaffee trinken, um die Wartezeit bis zum Termin zu überbrücken. Gelegenheit für Privates durfte dann auch sein, Zeit für Basketball muss sich Didin angesichts der vielfältigen Probleme der Giants ja derzeit fast immer nehmen.

© WhatsBroadcast

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