Das Team von Tainer Achim Kuczmann bezwingt Nördlingen mit 78:77.

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Marc Antonio Carter erzielte 17 Punkte für die Giants.

Marc Antonio Carter erzielte 17 Punkte für die Giants.

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Marc Antonio Carter erzielte 17 Punkte für die Giants.

Düsseldorf. Dem Chef widerspricht man nicht. Schon gar nicht, wenn es der Basketball-Bundestrainer ist. So telefonierte Giants-Trainer Achim Kuczmann am Samstagmittag noch mit Dirk Bauermann, unter dem er als Assistent im vergangenen Sommer bei den Olympischen Spielen gearbeitet hatte. Bauermanns Anweisung: "Gewinnt mal, ihr seid wieder dran." Gesagt, getan: Der Basketball-Bundesligist beendete mit dem 78:77 (36:39) bei den Giants Nördlingen die schwarze Serie von zuvor sieben Niederlagen. Obwohl in Brant Bailey und Pete Campbell zwei wichtige Leistungsträger fehlten und die Bank entsprechend dünn besetzt war, verdienten sich die Gäste vor 2300 Zuschauern mit einem echten Kraftakt in der Schlussphase den Sieg.

"Ich bin sehr stolz auf mein Team. Vier Spiele in einer Woche, und dann so ein Auftritt. Wir wollten den Sieg, egal wie, und es ist uns gelungen", sagte Kuczmann erleichtert. Noch im dritten Viertel hatten die Düsseldorfer mit zehn Punkten zurückgelegen - doch angespornt von 15 Fans des Fußball-Drittligisten Fortuna Düsseldorf, die nach ihrem Auswärtssieg in Regensburg einen Zwischenstopp einlegten, gelang die Wende. Ein 14:0-Lauf brachte die Giganten im letzten Viertel auf die Siegerstraße.

Tom Spöler spielt von Beginn an und erzielt zehn Punkte

Bester Akteur war Marc Antonio Carter mit 17 erzielten Punkten, doch ein Sonderlob gebührte auch Nachwuchsmann Tom Spöler. Kuczmann hatte den 20-Jährigen tatsächlich von Beginn an ins kalte Wasser geworfen. Und Spöler zahlte es mit einer guten Leistung, zehn erzielten Punkten und fünf aus der Luft eroberten Bällen (Rebounds) zurück. Vor allem in der ersten Hälfte konnte der Rotschopf Akzente setzen, ehe sich die Gäste ihre fast schon traditionelle Schwächephase im dritten Viertel leisteten. In der 29. Minute lagen sie mit 55:65 zurück - ein Sieg und das Ende der Niederlagen-Serie waren in diesem Augenblick in weite Ferne gerückt. Aber die Mannschaft stellte ihr Kämpferherz unter Beweis, ging nach der Aufholjagd mit 69:65 in Führung und ließ sich die auch in der Schlussphase nicht mehr nehmen. Bei noch 19 Sekunden auf der Uhr verwandelte Osvaldo Jeanty einen Dreier - plötzlich stand es nur noch 77:78.

Da hätte es auch wieder schiefgehen können. Im darauf folgenden Angriff wurde Todd Hendley beim Dunking-Versuch geblockt, aber Nördlingens letzter Wurf verfehlte das Ziel. Durch diesen Sieg dürfte die morgige Gesellschafterversammlung für Geschäftsführer Claudio Di Padova entspannter verlaufen. Denn durch den Erfolg gegen den direkten Konkurrenten sind die Giants wieder im Rennen um die Play-off-Teilnahme, auch wenn es weiterhin sechs Punkte Rückstand sind, und ein bisschen weniger im Abstiegskampf. Denn nach unten sind es jetzt auch wieder sechs Zähler Vorsprung. Nun gilt es, in der Heimpartie am Sonntag (16 Uhr, Karl-Hohmann-Straße) nachzulegen.

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