Die Giants laden am Mittwoch zu ihrem Mini-Cup in den Sportpark Niederheid ein. Etwa 140 Kinder streiten sich um die Stadtmeisterschaft.

13 Jugendmannschaften haben die Giants aktuell. Durch das neue Schulprojekt erhoffen sie sich weiteren Zulauf für den Düsseldorfer Basketball.
13 Jugendmannschaften haben die Giants aktuell. Durch das neue Schulprojekt erhoffen sie sich weiteren Zulauf für den Düsseldorfer Basketball.

13 Jugendmannschaften haben die Giants aktuell. Durch das neue Schulprojekt erhoffen sie sich weiteren Zulauf für den Düsseldorfer Basketball.

Stefan Freier

13 Jugendmannschaften haben die Giants aktuell. Durch das neue Schulprojekt erhoffen sie sich weiteren Zulauf für den Düsseldorfer Basketball.

Düsseldorf. Für rund 140 Düsseldorfer Grundschüler ist Mittwoch ein ganz besonderer Tag. Denn dann stehen weder das kleine Einmaleins noch das Alphabet auf dem Programm, dann wird Basketball gespielt. Der ehemalige Bundesligist und heutige Drittliga-Verein Düsseldorf Giants lädt von 9 bis 13 Uhr zu seinem ersten Mini-Giants-Cup in die große Halle des Sportparks Niederheid, Paul-Thomas-Straße 35.

Dort treten die Teams von zwölf Grundschulen gegeneinander an. Zwei Mal acht Minuten dauert ein Spiel, auf jeder Seite stehen fünf Spieler. Insgesamt besteht jede Mannschaft aus bis zu zwölf Kindern. Und damit jedes Kind auch unabhängig von seinem Können genug Spielzeit bekommt, wird beliebig oft ein- und ausgewechselt. Zudem werden einige Regeln vereinfacht, damit der Spielfluss zwischen den teilweise erst seit wenigen Wochen aktiven Kindern nicht ins Stocken gerät.

Giants haben bereits mehrere Kooperationen mit Schulen

Die Idee zum Mini-Giants-Cup hatten Organisator Jonas Jönke und sein Team bereits im Sommer: „Wir haben uns überlegt, wie man mehr Kinder ans Basketballspielen bekommt“, sagt der 30-Jährige, der in seinem Verein gleich eine ganze Reihe an Aufgaben übernimmt: Sportlicher Leiter, Trainer zweier Jugendteams und Spieler der ersten Mannschaft.

Bereits vergangenes Jahr hatten Jönke und die Giants Konzepte entwickelt, um Düsseldorfs Kinder für den spektakulären Sport zu begeistern. Also entstanden zwei Kooperationen: Eine mit kleineren Vereinen aus der Region, die im Gegensatz zu den Giants keinen Leistungs-, sondern Breitensport anbieten, wie der TV Grafenberg, der SSV Knitkuhl oder Tusa 06. Zudem gibt es ein Projekt mit diversen Grundschulen, wie der Heinrich-Heine-Grundschule an der Heerdter Landstraße oder der Gemeinschaftsgrundschule Südallee in Benrath. In denen gibt es nun eine eigene Basketball-AG, die ein Mal in der Woche von Übungsleitern der Giants trainiert wird.

Die Teams dieser zwölf Schulen treten nun am Mittwoch gegeneinander an. „Damit sie nicht immer nur trainieren, sondern sich auch mal in einem Wettkampf mit den Mannschaften anderer Schulen messen können“, erklärt Organisator Jönken, der mit dem Mini-Cup zwei Ziele verfolgt: „Erstens wollen wir das Schulprojekt weiter ausbauen, damit mehr Kinder die Sportart kennenlernen. Zweitens ist das Turnier für uns eine gute Möglichkeit, um Talente zu sichten.“

Nach dem Basketball-Boom in den 90er Jahren ging es bergab

Der Giants-Mini-Cup, die Basketball-Stadtmeisterschaft für Düsseldorfer Schulen, feiert am Mittwoch von 9 bis 13 Uhr im Sportpark Niederheid seine Premiere. Organisator Jonas Jönke hofft, dass das nur der Anfang ist und das Turnier zu einer festen Institution im Düsseldorfer Sportkalender wird. 

Der Verein entstand 2008 und übernahm die Bundesligalizenz vom ehemaligen Serienmeister Bayer Leverkusen. Nach finanziellen Problemen und der Umbennenung in Baskets ging es immer weiter bergab und war insolvent. Nun arbeiten die neuen Giants am Neuaufbau. Die erste Mannschaft spielt in der Regionalliga, aktuell gibt es 13 Jugend-Mannschaften.

Die treffen sich nämlich auch außerhalb der Vereine. An mehreren Orten im Stadtgebiet gibt es schließlich öffentliche Basketballplätze. Beispielsweise an der Arena, auf dem Fürsten- oder dem Lessingplatz, an der Duderstädter Straße in Hellerhof, hinter den Arkaden in Bilk, im Volksgarten oder auf diversen Schulhöfen.

Entstanden sind die meisten während des Basketball-Booms in den 90er Jahren, als Deutschland Europameister wurde und die nordamerikanische NBA mit Stars wie Michael Jordan oder Magic Johnson zur weltweit führenden Sportliga wurde. Seitdem ging es mit dem Sport zwar wieder bergab.

Aber durch die Erfolge des Würzburger NBA-Stars Dirk Nowitzki, den Einstieg des FC Bayern München in die Sportart und die TV-Übertragungen der Bundesliga erlebt Basketball gerade eine, wenn auch in Düsseldorf eher verhaltende Renaissance. Diese Entwicklung möchten die Giants nutzen. Ganz zur Freude von knapp 140 Grundschülern, die am Mittwoch einen ganz besonderen Schultag erleben weden.

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