Die Rückkehr des Kapitäns beflügelt die Giants beim überraschenden Pokalsieg.

Nach dem Pokalsieg über Bamberg kannte der Jubel bei den Giants keine Grenzen.
Nach dem Pokalsieg über Bamberg kannte der Jubel bei den Giants keine Grenzen.

Nach dem Pokalsieg über Bamberg kannte der Jubel bei den Giants keine Grenzen.

Horstmüller

Nach dem Pokalsieg über Bamberg kannte der Jubel bei den Giants keine Grenzen.

Düsseldorf. Die Rückkehr von Mannschaftskapitän Gordon Geib - für Giants-Trainer Achim Kuczmann war das der Schlüssel zum Sensationserfolg im Pokal-Viertelfinale gegen Bamberg.

"Gerade in der Verteidigung hat er Impulse gesetzt und alle mitgerissen", sagte Kuczmann nach dem 78:73 seiner Bundesliga-Basketballer, die sich damit die Teilnahme am Endturnier in Hamburg (28. Febr./1. März) sicherten.

Es mag in der Phase gewesen sein, als die Giants mausetot schienen. Der Großteil der 2250 Zuschauer war verstummt, die zuvor schwachen Bamberger hatten durch die Treffsicherheit von Nationalspieler Robert Garrett und dem jüngst verpflichteten Dan Dickau das Spiel gedreht.

"Da ist mir ganz anders geworden", sagte Kuczmann. Mit 71:61 führten die Gäste im letzten Viertel, ehe die Giants um ihren Mannschaftskapitän zurückkamen. Geib bekannte nach dreimonatiger Verletzungspause: "Ich bin total im Eimer. Auch wenn ich von den Werten her fit bin, so ist ein Pflichtspiel doch immer was anderes."

Die Strapazen waren dem 25-Jährigen im blassen Gesicht anzusehen: Unter den Augen zeigten sich Ränder, als wenn er in der Nacht zuvor ein schreiendes Baby stündlich hätte beruhigen müssen. Sein Einsatz hatte sich aber gelohnt, denn seine Aktionen sorgten für das endgültige Wettmachen des Zehn-Punkte-Rückstands.

Der Bamberger Widerstand bricht in der Schlussphase

Bambergs Trainer Chris Fleming hatte Mühe, sich zu beherrschen: "Das war sehr bitter und absolut enttäuschend für unsere Zuschauer. Meine Mannschaft wusste, wozu die Giants fähig sind. Aber sie ist mit einer unglaublichen Arroganz aufgetreten."

Seine zwei verwandelten Freiwürfe brachten die Führung zurück (74:73), und anschließend leistete sich Dickau an Geib ein Offensivfoul. Für den Neu-Bamberger mit der Erfahrung aus 300 Spielen in der nordamerikanischen Profi-Liga NBA war es das fünfte, was in der Schlussminute den Spiel-Ausschluss bedeutete.

Ohne den einzig in Normalform spielenden Akteur brach der Bamberger Widerstand, und Giants-Geschäftsführer Claudio Di Padova konnte sich auf seine heutige Fahrt nach Hamburg vorbereiten. Denn da wird durch Musiker Sammy Deluxe das Halbfinale ausgelost, in dem Bonn, Berlin oder Frankfurt die Gegner sein können.

Die Teilnahme am Pokal-Endturnier, ein Grund zu feiern? "Nein, das muss warten", sagte Geib müde, "mehr als ein gemeinsames Essen ist nicht drin." Denn schließlich steht morgen schon das Derby in der Basketball-Bundesliga bei den Köln 99ers an.

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