Das Team von Trainer Murat Didin feiert einen unglaublichen Sieg, der Hoffnung macht.

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Die Giants tanzten ausgelassen nach dem triumphalen Sieg über den Meister.

Die Giants tanzten ausgelassen nach dem triumphalen Sieg über den Meister.

Horstmüller

Die Giants tanzten ausgelassen nach dem triumphalen Sieg über den Meister.

Düsseldorf. Joe Buck blickte Minuten nach dem Schlusspfiff immer noch fassungslos auf das Basketball-Parkett: „Das ist verrückt, ich habe das noch gar nicht kapiert.“ Mit seinen Mannschaftskollegen von den Giants Düsseldorf hatte der 28-Jährige gerade den Tabellenführer Baskets Bamberg mit 72:69 geschlagen. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, dachte vorher nicht nur sein Trainer Murat Didin. „Jetzt müssen wir Gott Danke sagen und werden sicher ganz ruhig und glücklich schlafen können.“ Zu Recht: Die Bamberger hatten zuvor alle 17 Saisonspiele in der Bundesliga gewonnen, kürzlich auch den vermeintlichen Branchenprimus Berlin mit über 50 Punkten Abstand deklassiert. Die bisher letzte Pleite stammte aus der Vorsaison, vom vorletzten Finalspiel Mitte Juni 2010 um die Meisterschaft. Das fünfte Finale gewannen sie anschließend gegen Frankfurt, wurden Deutscher Meister.

Bambergs Trainer Flemming lobt die Leistung des Gegners

Haben sie das Schlusslicht unterschätzt? „Nein“, sagte Trainer Chris Fleming, „wir haben in den wichtigen Phasen nicht die nötige Intensität gezeigt, als wir sie brauchten. Vielleicht waren wir zu selbstsicher, dass es irgendwie noch klappen würde.“ Viel mehr wollte der Erfolgstrainer, der mit seinem top-besetzten Team zuletzt auch in der höchsten europäischen Liga („Euroleague“) für Furore gesorgt hatte, nicht mehr sagen. „Das ist ein Abend für die Düsseldorfer, sie haben sich den Sieg absolut verdient.“ Tatsächlich lieferte Joe Buck beispielsweise das Spiel seines Lebens ab, krönte seine Leistung mit einem „Double-Double“, also zweistelligen Werten bei Punkten (11) und aus der Luft gefangenen Bällen (10 Rebounds). „Es lief einfach alles gut zusammen für uns“, sagte Buck.

Am Sonntag geht es gegen die Eisbären Bremerhaven

Dabei fehlten in Laimonas Kisielius und Olumuyiwa Famutimi die zwei zuletzt besten Schützen der Giants wegen Verletzungen. „Deshalb wollten wir uns möglichst gut verkaufen, mit Respekt agieren und nicht auf die Anzeigetafel achten“, sagte Trainer Murat Didin, der seiner Mannschaft erfolgreich dieses Rezept der „Geduld und Kontrolle“ vorgegeben hatte. Die Bamberger kamen dadurch zu selten zu ihrem gefährlichen schnellen Spiel. „Dazu hat bei uns die Team-Chemie gestimmt. Es reicht eben nicht, wenn sich nur ein Finger an der Hand bewegt, es müssen alle fünf zusammenarbeiten.“

Sechs Minuten vor dem Ende erlaubte Didin seinen Akteuren um Spielmacher DeAndre Haynes dann den Blick auf den Spielstand, sagte er, begann selbst an den unwahrscheinlichen Fall eines Sieges zu glauben. Die Fans hielt es zu der Zeit schon lange nicht mehr auf den Sitzen, spätestens mit Haynes’ erfolgreichem Not-Drei-Punkte-Wurf zum 70:65 kochte die Halle. Und als die Schiedsrichter abpfiffen, schäumte sie über vor Freude über den dritten Saisonsieg. „Hoffentlich können wir davon was mitnehmen für das Spiel am Sonntag gegen Bremerhaven“, sagte Joe Buck und begann langsam zu realisieren, was er mit seinen Kollegen da geleistet hatte.

Die Giants haben durch den Überraschungssieg wieder Kontakt zu den direkten Konkurrenten. In<span class="Fettschrift"></span>der Tabelle hat Bayreuth einen, Gießen und der Mitteldeutsche BC zwei sowie Hagen und Tübingen drei Siege mehr als der Tabellenletzte. Am MBC und Hagen wären die Giants dank des bisher besseren direkten Vergleichs bei Punktgleichheit vorbei. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Einen besseren Abschied als den Triumph gegen Bamberg hätte sich Hallensprecher „Amiaz“ kaum wünschen können. Der Stimmungsmacher muss an den Stimmbändern operiert werden, seine Arbeit am Mikrofon werden die Giants sicher sehr vermissen. „Ich hoffe, dass ich irgendwann wieder zurückkommen kann.“

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