Das Team von Trainer Achim Kuczmann verliert mit 79:84 gegen das erstarkte Schlusslicht.

Gegen großgewachsene Bremerhavener hatte es Gordon Geib (Nr. 6) am Sonntag schwer.
Gegen großgewachsene Bremerhavener hatte es Gordon Geib (Nr. 6) am Sonntag schwer.

Gegen großgewachsene Bremerhavener hatte es Gordon Geib (Nr. 6) am Sonntag schwer.

Hajo Lange

Gegen großgewachsene Bremerhavener hatte es Gordon Geib (Nr. 6) am Sonntag schwer.

Düsseldorf. Mit einer Einschätzung lag Giants-Trainer Achim Kuczmann bereits vor dem Spiel richtig. Ein Erfolg am Sonntag gegen die Eisbären Bremerhaven war ein absolutes Muss. Doch seine Spieler bestanden die Bewährungsprobe nicht, verloren mit 79:84 (44:45), und fallen somit im Rennen um die acht Play-off-Plätze in der Basketball-Bundesliga nur deshalb nicht weiter als die bisherigen zwei Punkte zurück, weil die Konkurrenten patzten. "Wir haben noch 15 Spiele zu absolvieren, sind also nach wie vor im Rennen um die Play-offs", sagte Kuczmann nach einer mitreißenden Begegnung gegen einen Gegner, der zuvor personell mächtig aufgerüstet hatte.

Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack: Denn zweimal hatten es die Düsseldorfer schon gegen eines der drei Teams am Tabellenende probiert. Sowohl gegen die Gießen 46ers (Drittletzter) als auch bei den Köln 99ers (Vorletzter) setzte es zuletzt schmerzhafte Pleiten. Da sollte es einfach im dritten Versuch gegen das Schlusslicht Bremerhaven gelingen, das in zuvor 18 Saisonspielen erst zweimal gewonnen hatte.

Aber die personelle Aufrüstung verschaffte den Eisbären eine ligataugliche Mannschaft, das wurde am Sonntag deutlich. "Irgendwie bitter, dass sie in der Phase ausgerechnet auf uns treffen mussten", so Kuczmann, der im Spiel sportlich früh auf die Stärken des Gegners reagieren musste und das Verteidigungssystem von Manndeckung auf "Zone" umstellte. Zu oft hatten die durchweg größeren Bremerhavener die direkten Duelle unter den Körben für sich entschieden. Dazu leisteten sich die Giants viele Fehler im Angriff. Alleine fünf vergebene von 15Freiwürfen in der ersten Hälfte passieren sonst selten.

2250 Zuschauer wollen im Castello den Auftritt der Basketballer sehen

Trotzdem war es der offene Schlagabtausch, den Kuczmann erwartet hatte. Ständig wechselnde Führung, Treffer aus allen Distanzen und von jeder Position. Die 2250 Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Die Profis lieferten sich ein vergleichsweise recht hartes Duell, in dem die Schiedsrichter nicht immer den Überblick zu behalten schienen. Wobei die Eisbären, die interessanterweise das Warmwerfen nach dem Seitenwechsel ausließen, insgesamt deutlich bissiger wirkten und nach der Pause schnell einen Zwölf-Punkte-Vorsprung herausschossen.

Zwar kamen die von Mannschaftskapitän Gordon Geib angeführten Giants nach einer Aufholjagd zur erneuten Führung (71:69), leisteten sich aber in der Schlussminute zwei haarsträubende Patzer. Zum einen verpasste Fred Peete bei einem einfachen Korbleger den Ausgleich, zum anderen feuerte Brant Bailey einen Einwurf in die Hände des Gegners. Ausgerechnet Bailey, der zuvor eine herausragende Leistung abgeliefert hatte. "Das tat sehr weh", sagte Kuczmann, "ihm selbst wahrscheinlich am meisten."

Nicht zuletzt der Mannschaft, die nach der dritten Niederlage in der BBL in Folge nun noch mehr unter dem Druck des "Gewinnen-Müssens" steht. Auch wenn vor dem Spiel in Ulm am kommenden Samstag (19 Uhr) die Play-off-Plätze durchaus in Reichweite bleiben und der Abstand nach unten mit sechs Punkten auf die Abstiegsplätze noch vergleichsweise komfortabel erscheint.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer