Das dezimierte Team von Trainer Murat Didin unterliegt den Artland Dragons mit 65:91.

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Kein Durchkommen gibt es für Steven Wright.

Kein Durchkommen gibt es für Steven Wright.

Christof Wolff

Kein Durchkommen gibt es für Steven Wright.

Düsseldorf. Erwartungsfroh waren 2.387 Zuschauer in die Halle an der Karl-Hohmann-Straße gekommen, um den Auftritt der Giants Düsseldorf gegen die Artland Dragons zu sehen. Auch der gegnerische Trainer Stefan Koch gestand nachher, „mit einem gehörig’ Maß Respekt“ in die Begegnung der Basketball-Bundesliga (BBL) gegangen zu sein. Immerhin hatten die Giants als Tabellenletzter den Spitzenreiter Bamberg geschlagen und gegen den Tabellenzweiten Frankfurt erst in der Schlussminute verloren.

Doch die Fans wurden bitter enttäuscht, der Quakenbrücker Trainer angenehm überrascht: Schnell lagen die Giants-Basketballer gegen den Tabellendritten mit 0:13 hinten und waren schon nach den ersten Minuten auf der Verliererstraße, die beim 65:91 (27:51) gegen die Artland Dragons aus Quakenbrück endete.

Die Freigabe für Esmir Rizvic liegt am Spieltag nicht vor

„Man hat deutlich gesehen, dass die Giants personell dezimiert waren, das hat es uns leicht gemacht“, sagte Koch. Seinem Gegenüber Murat Didin standen gerade sechs gesunde Akteure zur Verfügung. Die Freigabe für den neu verpflichteten Esmir Rizvic lag bis dahin nicht vor, zudem setzte sich Ransford Brempong zwar im Trikot auf die Bank, konnte aber wegen Knieproblemen nicht spielen.

Zumindest vermieden die Giants damit eine noch höhere Strafe durch die BBL, deren Regeln es verlangen, dass mindestens zehn Akteure auf dem Spielberichtsbogen stehen. Mit Brempong waren es ohnehin nur neun, jetzt drohen 1.000 Euro Strafe dafür. „Man hatte uns aufgefordert, den Kader mit jungen Spielern aufzufüllen, aber wir haben ja keine zweite Mannschaft“, sagte Didin, der mit einer schriftlichen Erklärung die Strafzahlung abwenden will.

DeAndre Haynes schlägt sich mit Knieproblemen herum

Jamal Tatum und Olumuyiwa Famutimi hätten nicht aufgeführt werden dürfen, da sie offiziell durch den Arzt „krank geschrieben“ sind. Dazu schleppte sich Spielmacher DeAndre Haynes mit Knieproblemen durch die Begegnung, packte sich anschließend einen dicken Eisbeutel auf das Gelenk. Patrick Pope war im Abschlusstraining mit dem Knöchel umgeknickt. „Das sollte man objektiv beurteilen: Meine Spieler haben das Möglichste getan, aber vor allem unter dem Korb wurde unsere Unterlegenheit deutlich.“

Bereits im zweiten Viertel lagen die Gastgeber mit 27 Punkten zurück (21:48), vier Minuten vor dem Ende mit 28 Zählern (55:83), eine Minute vor Schluss betrug der Abstand sogar 30 Punkte (60:90). Selbst die rund 40 Dragons-Fans machten durchweg einen gelangweilten Eindruck, feuerten sitzend an, ungewöhnlich für die sonst so begeisterungsfähigen Quakenbrücker. Dass die Giants-Fans trotzdem am Ende applaudierten, machte wohl deutlich, dass ihnen der aussichtslose Kampf der geschwächten Giants bewusst war.

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