In der Verlängerung behält das Kuczmann-Team vor 3285 Besuchern die Oberhand.

Nach dem Sieg hatten die Giants allen Grund zum Feiern.
Nach dem Sieg hatten die Giants allen Grund zum Feiern.

Nach dem Sieg hatten die Giants allen Grund zum Feiern.

Horstmüller

Nach dem Sieg hatten die Giants allen Grund zum Feiern.

Düsseldorf. Vor Nationalspieler Heiko Schaffartzik hatte Trainer Achim Kuczmann extra gewarnt, und den Braunschweiger Distanzschützen hatten seine Bundesliga-Basketballer auch wirklich gut im Griff. Zwar gelangen dem gegnerischen Werfer gleich die ersten drei Punkte bei den Giants Düsseldorf am Samstagabend, doch anschließend setzte ihm Marc Antonio Carter in der Verteidigung derart zu, dass Schaffartzik selbst entnervt um zwischenzeitliche Auswechslung bat. Aber offenbar hatten Carter und Co. die anderen Leistungsträger der Phantoms Braunschweig etwas aus dem Auge verloren, die für die verletzte fehlenden Top-Schützen Nate Fox und Michael Hicks in die Bresche sprangen. Einen Yassin Idbihi beispielsweise, der unter den Körben mächtig aufräumte, mit 25 Punkten bester Schütze des Abends war und zwölf Bälle aus der Luft eroberte (Rebounds). Oder einen Kevin Hamilton, der 23 Punkte machte, wenige Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich erzielte und in der Verlängerung sieben der acht Braunschweiger Zähler beisteuerte.

Trotz eines Rückstandes stecken die Gastgeber nicht auf

Dass es am Ende für die Gastgeber zum 80:78 (48:39, 70:70) nach Verlängerung und damit zum Sieg im ersten Spiel des Jahres reichte, war einem Kraftakt zu verdanken. "Kompliment, dass meine Mannschaft in der Verlängerung nach dem 70:75 nicht aufgesteckt hat", sagte Kuczmann. Koko Archibong und Zack Whiting hatten mit spektakulären Aktionen den Rückstand gedreht, und nach Hamiltons Ausgleich versenkte Bobby Walker beinahe mit der Schlussirene den entscheidenden Korbleger. Zum Jubel seiner Mitspieler und den meisten der 3285 Fans im Reisholzer Castello, die für eine prächtige Stimmung gesorgt hatten. "Vielleicht hatte dieses Spiel am Ende keinen Sieger verdient, aber leider gibt es im Basketball kein Unentschieden", sagte Braunschweigs Trainer Sebastian Machowski. Seine Mannschaft hatte sich in den ersten beiden Vierteln von den Gastgebern beinahe überrennen lassen. Vor allem die Treffsicherheit von Brendan Winters (drei von drei) und Brant Bailey (vier von fünf) in den ersten beiden Vierteln konnte die Zuschauer immer wieder begeistern. Nach einem temporeichen Duell schienen die Giants alles richtig zu machen. Doch dann zog sich Archibong Anfang des dritten Viertels eine Fleischwunde an der rechten Hand zu und musste länger in der Kabine behandelt werden.

In dieser Phase kamen die Gäste wieder heran, die Giants brauchten fast fünf Minuten bis zum ersten Feldkorb nach der Pause. Im vierten Viertel verlief die Begegnung auf Augenhöhe, vor allem Bailey hielt die Düsseldorfer dank seiner Korbleger gegen gleich zwei Gegenspieler oder mutige Freiwurf-bringende Vorstöße im Spiel. Obwohl es gerade sein erster längerer Einsatz nach anderthalb Monaten Verletzungspause war. "Durch die Archibong-Verletzung musste er länger ran, als wir vorhatten. Doch zum Glück ist es gut gegangen", sagte Kuczmann. Nach der spannenden Schlussphase war die Erleichterung bei allen Beteiligten groß, schließlich hatten sie bisher in dieser Saison alle vier Verlängerungsspiele verloren. "Endlich haben wir es geschafft. Das heißt vielleicht, dass wir im neuen Jahr mehr Glück haben", so Trainer Achim Kuczmann, dessen Mannschaft bereits am Mittwoch zum nächsten Liga-Spiel in Paderborn antritt.

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