Das Team von Trainer Achim Kuczmann verliert gegen Göttingen und bangt um Play-offs.

Fred Pete (r.) bestritt gegen Göttingen sein letztes Spiel für Düsseldorf, er verlässt die Giants aus privaten Gründen.
Fred Pete (r.) bestritt gegen Göttingen sein letztes Spiel für Düsseldorf, er verlässt die Giants aus privaten Gründen.

Fred Pete (r.) bestritt gegen Göttingen sein letztes Spiel für Düsseldorf, er verlässt die Giants aus privaten Gründen.

Hajo Lange

Fred Pete (r.) bestritt gegen Göttingen sein letztes Spiel für Düsseldorf, er verlässt die Giants aus privaten Gründen.

Düsseldorf. Am Sonntag war es genau 25 Tage her, dass die Giants Düsseldorf mit dem Viertelfinal-Sieg gegen Bamberg den Einzug in das Pokal-Endturnier feierten. Man habe in der Basketball-Bundesliga noch 17 Spiele vor sich, sagte Trainer Achim Kuczmann damals, und wolle sich ganz darauf konzentrieren.

Fünf davon sind jetzt vorbei, und seine Spieler haben ihm offenbar nicht gut zugehört. Vor 2200 Zuschauern kassierten die Giants gestern gegen die BG Göttingen mit dem 49:54 (32:32) die fünfte Pleite in Folge.

"Die Einstellung war fantastisch, wir haben mitgehalten, aber Göttingen hat am Ende die entscheidenden Punkte gemacht", sagte Kuczmann, der wegen der Verletzung von Pete Campbell seine "erste Fünf" für das Spiel gegen den Tabellenzweiten verändern musste.

So begann Brant Bailey für Campbell. Außerdem wirkte Mannschaftskapitän Gordon Geib von Beginn an mit, Marc Antonio Carter blieb zunächst draußen. Durch Geibs und Baileys Bissigkeit begegneten die Gastgeber den ungewöhnlichen Attacken der Göttinger "Ganzfeld-Presse" recht erfolgreich, hielten das Spiel gegen den Favoriten bis weit in die zweite Hälfte offen. Manchmal reagierte auch Kuczmann ungewöhnlich, so wechselte er bereits im zweiten Viertel Nachwuchsmann Tom Spöler ein, der bisher in dieser Saison insgesamt erst zweieinhalb Minuten gespielt hatte.

Am Ende nutzte aller Einsatz nichts. In einer von Fehlern und Fehlwürfen geprägten zweiten Hälfte fegten die Giants die Chance auf Punkte vom Silbertablett, auf dem die Göttinger ihnen diese immer wieder präsentierten. Fred Peete kehrt nach dem Spiel in seine Heimat zurück Das machte vor allem Giants-Profi Fred Peete traurig, denn es war sein bisher letztes Spiel für das Düsseldorfer Team.

Giants Düsseldorf -BG Göttingen 49:54

Giants Düsseldorf: Winters (14 Punkte/6 Rebounds), Geib (5), Hendley (8), Peete (4), Carter (6/8), T. Spöler, B. Bailey (7), Lottich (5), Kosmalski

Göttingen: Lee (10), Kulawick, K. Bailey (6), Little (2), Jacobson (13), Wente, Grimaldi, Dill, Boone (3), Oliver (9/9), Brown (11/9)

Zuschauer: 2200

Wurfquote: Giants 18 v. 54 (33 %) - Göttingen 21 v. 63 (33 %)

Rebounds: 38:42

Fouls: 19:19

"Ich hätte mich gerne mit einem Sieg verabschiedet", sagte Peete. Aus "persönlichen Gründen" hatte der US-Amerikaner um Auflösung seines Vertrages gebeten. Der 24-Jährige hatte sich nicht durchsetzen können und dürfte als Vater von zwei Töchtern an Heimweh gelitten haben.

Einen Ersatz präsentierten die Giants bereits am Sonntag nach dem Spiel: Zack Whiting kommt aus Quakenbrück zurück zu Kuczmann. Der 25-Jährige hatte in der Saison 2007/08 für die Leverkusen Giants gespielt und sie mit im Schnitt 4,6 Korb-Vorlagen in die Play-off-Runde geführt. In Quakenbrück hatte sich der US-Amerikaner nicht empfehlen können, so dass die dortigen Verantwortlichen dem Wechsel ohne weiteres zustimmten.

"Whiting kennt die Trainer, das System und einige Spieler, deshalb wird er sich sicher schnell einfinden", sagte Giants-Geschäftsführer Claudio Di Padova. Das sollte er auch möglichst erfolgreich, denn so viel Trost kann die Teilnahme am Pokal-Endturnier für weitere Pleiten in der BBL nicht spenden.

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