Der Bundesligist kassierte zuletzt drei Pleiten in der Liga.

Freundlich, aber bestimmt: Geschäftsführer Claudio Di Padova.
Freundlich, aber bestimmt: Geschäftsführer Claudio Di Padova.

Freundlich, aber bestimmt: Geschäftsführer Claudio Di Padova.

Freundlich, aber bestimmt: Geschäftsführer Claudio Di Padova.

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Freundlich, aber bestimmt: Geschäftsführer Claudio Di Padova.

Düsseldorf. Achim Kuczmann zuckt nur mit den Schultern. "Was soll ich machen", sagt der Trainer der Giants Düsseldorf, "wir können nicht über andere Spieler reden." Der Basketball-Bundesligist hat keine finanziellen Möglichkeiten, um personell nachzulegen. So wie es die jüngsten drei Gegner taten.

Gießen beispielsweise mit Ricky Hickmann, Köln mit Michael Jordan und Bremerhaven mit Craig Callahan. Ausgerechnet gegen die Teams vom Tabellenende, die teilweise die Maximalzahl von vier neuen Spielern ausreizten, kassierten die Giants die jüngsten drei Niederlagen.

Giants-Geschäftsführer Claudio Di Padova erteilt Nachverpflichtungen eine klare Absage: "Wir haben zwölf Spieler, das muss reichen." Bisher tat es das auch. Die Giants stehen mit nur zwei Punkten Rückstand auf die acht Play-off-Plätze in der Tabelle - trotz der Niederlagen. Kuczmann: "Da kann sich keiner sicher fühlen, etwa sechs Mannschaften kämpfen um die Plätze sieben und acht."

Die Mannschaft habe dabei "sein absolutes Vertrauen". Außerdem seien noch 15 Spiele zu absolvieren. Angefangen mit der Auswärtsaufgabe beim Tabellensechsten in Ulm am Samstag (19 Uhr). Die Reise in den Süden Deutschlands treten die Giants schon morgen an, um vor dem Spiel in der Kuhberghalle trainieren zu können.

Ebenfalls nicht unbedingt eine preiswerte Angelegenheit. Deshalb kämpft Di Padova im Umfeld weiterhin um Geldgeber. Gerüchteweise sollen die Giants der Basketball-Bundesliga (BBL) eine Etat-Lücke in sechsstelliger Höhe gemeldet haben.

Die Lücke ist erklärbar: Mit mindestens rund 2700 Zuschauern pro Heimspiel rechneten die Giants vor der Saison. Aktuell sind es rund 2400. Die Liga-Verantwortlichen gaben keine Stellungsnahme ab.

In Vertragsgesprächen können andere Klubs oft mehr bieten

Außerdem kommt da noch ein anderes Thema auf die Düsseldorfer zu: Irgendwann müssen die Verantwortlichen mit den Akteuren sprechen, die auch in der kommenden Saison für die Giants auf Korbjagd gehen sollen. "Am liebsten ab 1. Januar", sagt Kuczmann, weiß aber auch, dass Vertragsverhandlungen im Basketball-Geschäft eine Frage von Tagen sein können.

Gordon Geib und Brant Bailey haben ohnehin bis 2010 laufende Verträge, auch Brendan Winters (Option) dürfte bleiben. Ebenso die Nachwuchsspieler Matthias Goddek sowie Tom und Ben Spöler.

Bei den anderen Giants-Basketballern wird es schwerer. Die Konkurrenz dürfte angesichts der starken Dreier-Quoten von Pete Campbell und Matt Lottich unter anderem ein Auge auf diese Profis geworfen haben. Meist lockt nicht nur mehr Geld, sondern ein internationaler Wettbewerb.

"Das sind einfach bessere Argumente", so Di Padova. Kuczmann will spätestens im März und April mit seinen Spielern konkreter sprechen, damit das mit dem ratlosen Schulterzucken nicht zur Gewohnheit wird.

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