Düsseldorf unterliegt Bremerhaven 70:76 – und ärgert sich über viele kleine Fehler.

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Gigantischer Frust: Bobby Walker (l.) und TJ Carter sind nach dem Spiel gegen Bremerhaven enttäuscht.

Gigantischer Frust: Bobby Walker (l.) und TJ Carter sind nach dem Spiel gegen Bremerhaven enttäuscht.

Horstmüller

Gigantischer Frust: Bobby Walker (l.) und TJ Carter sind nach dem Spiel gegen Bremerhaven enttäuscht.

Düsseldorf. Das Saisonziel der Giants Düsseldorf werde nicht korrigiert, so Claudio Di Padova. Wenn sich der Geschäftsführer im Vorwort des Hallenheftes schon zu so einer Aussage befleißigt fühlt, bleibt nicht mehr viel Raum zur Interpretation. Nach dem 70:76 (31:32) am Mittwoch gegen die Eisbären Bremerhaven bestehen jedenfalls einige Zweifel, dass der Basketball-Bundesligist besser abschneidet als auf dem 12. Platz (wie in der Vorsaison). Vom Eingreifen in den Kampf um die Play-offs ganz zu schweigen.

Dass dieser Eindruck entstehen musste, lag an dem fatalen Ungleichgewicht zwischen guten Aktionen und den vielen misslungenen Kleinigkeiten. "In den entscheidenden Phasen fehlte uns vorne die Übersicht", sagte Trainer Achim Kuczmann, der klar durchblicken ließ, dass seine Mannschaft die schlechtere gewesen war.

Im ersten Viertel hatte vor allem Marc Antonio Carter dem Spiel der Giants mit seinen zehn Zählern den Stempel aufgedrückt, und auch der ebenso "kleine" Zack Whiting (1,92 m) wehrte sich erstaunlich erfolgreich gegen die Bremerhavener Zwei-Meter-Männer. Doch im zweiten Viertel erlahmte die Offensivkraft, sechs Ringtreffer in Folge taten den Giganten nur deshalb nicht weh, weil sie den Bremerhavenern dank konzentrierter Verteidigung kaum mehr Punkte gestatteten. Dennoch schenkten die Gäste mit der Halbzeit-Sirene den Giants den ersten Rückstand ein (31:32).

Nur 1618 Zuschauer sehen das Spiel gegen Bremerhaven

Trotz der temporeichen Begegnung kochte die Unterstützung von den Rängen eher auf Sparflamme. Auch wenn der Oberrang gesperrt war und die Zuschauer auf dem Unterrang trotz vergleichsweise spärlicher Zahl (1618 - der Schnitt liegt bei über 2400) ein versammeltes Bild abgaben. Nach einem misslungenen "Dunking" von Koko Archibong (22.) musste allen Böses schwanen, obwohl sich die Giants weder von einem 32:39-Rückstand noch von den starken Bremerhavenern Torell Martin und Jeff Gibbs schocken ließen und das Spiel bis ins letzte Viertel offen gestalteten. Am Ende entschieden eben jene Kleinigkeiten, die den Bremerhavenern auf dem Weg zum fünften Sieg in Folge einfach seltener misslangen.

Für die Giants endete eine Serie von bisher drei Heimsiegen in Folge, und am Samstag kommt TBB Trier in die Halle an der Karl-Hohmann-Straße. "Besser werden", so das von Geschäftsführer Di Padova ausgegebene Motto im Spieltags-Magazin, das auch für die Begegnung übermorgen gilt. Schlechter als gestern ging es ja auch kaum noch - so krumm die Tabelle durch Spielplan-Verwerfungen und neue Wertung (ein Punkt für Niederlage, zwei für Sieg) auch immer sein mag.

Giants Düsseldorf: Winters (8 Punkte/2 Rebounds), Geib (0/0), Archibong (14/8), Carter (14/5), Bailey (8/2), Walker (8/1), Whiting (11/5), Cox (4/6), Kosmalski (0/3), Goddek (3/0); Eisbären Bremerhaven: Lipke (2/0), Schwethelm (5/0), Brooks (13/0), Martin (19/15), Campbell (18/4), Gibbs (8/14), Lyde (8/4), Lucas (3/4)

Zuschauer: 1618; Wurfquote: Giants 25 v. 67 (37 %) - Eisbären 23 v. 57 (40 %); Rebounds: 33:44; Fouls: 24:17

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