Gordon Geib gibt sich im WZ-Interview vom Erreichen der Play-offs in der Basketball-Bundesliga absolut überzeugt.

Der Kapitän der Giants: Gordon Geib.
Der Kapitän der Giants: Gordon Geib.

Der Kapitän der Giants: Gordon Geib.

Horstmüller

Der Kapitän der Giants: Gordon Geib.

Düsseldorf. Nach vier Niederlagen in Folge steckt Basketball-Bundesligist Giants Düsseldorf in der Krise. Vier Punkte sind es nach oben zu den Play-off-Rängen, aber auch nur vier nach unten zu den Abstiegsplätzen. Vor dem Spiel gegen Göttingen am Sonntag erklärt Mannschaftskapitän Gordon Geib, warum es soweit kommen konnte und wie die Giants aus der Talsohle finden wollen.

Herr Geib, warum läuft es gerade nicht rund bei den Giants?

Geib: Das ist nicht so einfach zu erklären, immerhin haben wir die Spiele nicht deutlich verloren, sondern hatten jeweils auch die Chance auf den Sieg. Es geht um Kleinigkeiten wie dumme Ballverluste, verlorene Luftkämpfe, vielleicht haben wir uns nicht immer klug angestellt.

Wie verarbeitet das die Mannschaft?

Geib: Wir reden darüber, analysieren es am Tag darauf und versuchen, in der Trainingsarbeit die Schwächen auszumerzen.

Inwieweit spielt die Qualität und Entwicklung der Mannschaft dabei eine Rolle?

Geib: Ich hatte vor ein paar Wochen schon gesagt, dass so eine schwächere Phase mal kommen kann. Die Mannschaft ist in ihrer Entwicklung noch nicht so weit, dass sie alle knappen Spiele gewinnt. Das unterscheidet uns von den Teams die ganz oben sind. Aber darum geht es in fast jeder Begegnung, weil in der Liga alles eng beisammen ist.

Mangelt es vielleicht an Souveränität, größere Vorsprünge über die Zeit zu bringen?

Geib: Das sehe ich nicht so. Zuletzt hatten wir auch nicht mehr die riesigen Führungen oder Rückstände wie zu Saisonbeginn. Es ist schließlich nicht unser Ziel, erst mit einigen Zählern zurückzuliegen, um dann aufzuholen. Es macht eben den Basketball-Sport aus, dass eine hohe Führung mit 20 Punkten schnell dahinschmelzen kann. Es geht immer darum, den Lauf des Gegners klein zu halten und den eigenen auszubauen. Wer das schafft, gewinnt das Spiel.

Haben Sie schon einmal eine solche sportliche Krise erlebt?

Geib: Bis auf die vergangene Saison eigentlich in jedem Jahr als Leverkusener Bundesliga-Profi. Das ist für mich nichts Neues, wohl aber für das Umfeld und einige neue Fans nach dem Umzug hierher. Es ist nicht ganz einfach, die Ruhe zu bewahren, aber es hilft ja nichts anderes.

Stecken die Giants im Abstiegskampf?

Geib: Wir sollten ganz klar positiv denken. Wenn wir auch nicht so naiv sind und sagen, dass nach unten nichts passieren kann. Dass wir ausgerechnet gegen Mannschaften aus dem unteren Drittel der Tabelle verlieren, ist bitter. Aber wir können auch die aus dem oberen Drittel schlagen - das haben wir diese Saison bewiesen.

Und Göttingen am Sonntag?

Geib: Wir werden es denen schwer machen, uns auf jeden Fall zusammenreißen und wollen als angeschlagener Gegner gefährlich und erfolgreich sein. Denn dass wir die Play-offs erreichen, davon bin ich absolut überzeugt.

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